Erklärfilm Tourismus und Nachhaltigkeit – aus der Reihe WissensWerte

Wir Deutschen reisen gerne und viel. Wer von uns hat nicht ab und zu mal Fernweh,  möchte fremde Orte sehen und die Welt entdecken?

Tourismus spielt hier und in vielen anderen Ländern eine immer wichtigere Rolle. Das ist deutlich an den steigenden Touristenzahlen zu sehen:

1950 waren es noch 25 Millionen, 2013 schon fast 1,1 Milliarden! Bis 2030 steigt diese Zahl schätzungsweise sogar auf ca. 1,8 Milliarden.

Tourismus hat viele positive Auswirkungen. Jedes Jahr sorgt er weltweit für Millionen neuer Jobs. Viele Arbeiten im Tourismus erfordern menschliche Handgriffe,  aber nur geringe Investitionen. Das gibt auch kleinen Firmen und gering qualifizierten Einzelpersonen Beschäftigung. Deshalb ist der Tourismus vor allem auch für Entwicklungs- und Schwellenländer wichtig. Er macht z. B. in Thailand und Malaysia zwischen 15 und 20 % der Wirtschaftsleistung aus. Aber der Massentourismus bringt auch Probleme mit sich. Sie treten in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt sowie Kultur und Soziales auf. Tourismus kann vor allem für  Länder mit sehr gering entwickelter Wirtschaft eine Schattenseite haben. Sie können Güter und Dienstleistungen für den Tourismus oft nicht selbst bereitstellen. Deshalb sind Importe oder Unternehmen aus dem Ausland nötig. Dadurch bleibt wenig Wertschöpfung im Land. Je größer die Rolle des Tourismus in einem Land ist, desto mehr Raum nimmt auch der Lebensstil der Touristen ein. Das kann lokale Werte und Traditionen bedrohen. Um die schädlichen Seiten des Tourismus abzumildern, ist das Konzept des nachhaltigen Tourismus entstanden. Sein erstes Ziel ist der Naturschutz. Zweitens fördert der nachhaltige Tourismus die lokale Kultur und die Lebensqualität der Bevölkerung. Drittens geht es dem nachhaltigen Tourismus um die wirtschaftliche Stärkung der Region insgesamt. Die Gewinne sollen also weitestgehend im Urlaubsland bleiben.

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