Ernährungslehre auf Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen – mein Erfahrungsbericht

Ich, Friederike B., studiere Ernährungslehre und katholische Religion auf Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen und bin wie viele meiner Kommilitonen durch Zufall auf das Fach Ernährungslehre an der Universität Paderborn gestoßen.Für mich stand schon immer fest, dass ich auf Lehramt studieren möchte und irgendetwas mit Naturwissenschaften machen möchte. Da ich das Fach nicht kannte, habe ich mich näher mit dem Fach und deren Inhalten auseinandergesetzt. Dies hat mich letztendlich überzeugt das Fach zu studieren. Mittlerweile bin ich im 6. Semester und glücklich mit meiner Entscheidung. Die Universität Paderborn ist die einzige Universität, die Ernährungslehre anbietet und man kann sich für den Studiengang immer zum Wintersemester einschreiben. Die Anzahl der Studienplätze ist auf fünfzig Studenten begrenzt, aber dadurch sehr „familiär“. Die Dozenten kennen einen beim Namen und haben immer ein offenes Ohr bei Fragen.

Ernährungslehre kann man als eine Mischung aus Hauswirtschaft und Ökotrophologie verstehen.In den ersten Semestern lernt man die Grundlagen der Chemie und der Biologie, um später z.B. wichtige Stoffwechselprozesse oder den Ablauf der Verdauung im Körper zu verstehen.

Falls ihr jetzt denkt „oh nein, Chemie/Biologie“, keine Sorge. Ich hatte seit der 10. Klasse kein Chemie mehr und habe es auch geschafft. Man fängt im Studium bei den Grundlagen an und der Stoff ist auch ganz anders als in der Schule. Neben den naturwissenschaftlichen Fächern hat man auch Kurse, die sich mit Ernährung und Ernährungsstudien auseinandersetzen. Man kann also sagen das Fach Ernährungslehre ist sehr vielseitig.

Ab dem dritten Semester werden die Kurse praktischer. Man steht im Labor und experimentiert oder auch mal in der Küche und bereitet Lebensmittel zu. Für diese Kurse ist das Vorwissen aus den ersten Semestern wichtig und es ist nicht mehr nur das reine auswendig lernen, sondern das Verknüpfen und Anwenden des bereits gelernten auf Experimente, die man auch mit Schülern später durchführen kann. Gerade das finde ich gut, weil man schon praktische Erfahrungen sammelt und nicht nur alles einfach stupide auswendig lernt.

Falls ihr euch für naturwissenschaftliche Fächer und Ernährung interessiert, kann ich euch das Studienfach nur empfehlen.

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