Menschen sprechen zu leise über wichtiges, zu laut über unnötiges, zu viel über andere, zu wenig miteinander, und zu oft ohne nachzudenken.

Fit in MINT durch Schule? Wie MINT-Bildung zukünftig in Schulen besser positioniert werden sollte

12. November 2021

Wir stehen vor enormen Aufgaben: Pandemie-Bekämpfung, Klimaschutz und digitale Transformation sind die Themen der Gegenwart, für die innovative Lösungen und MINT-Expertise (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gefragt sind. Um diesen und zukünftigen Herausforderungen mit Wissen, Kreativität und Engagement begegnen zu können, benötigen wir in Deutschland mehr junge Menschen, die sich für MINT begeistern. Wie können wir dies bereits in der Schule realisieren?

MINT-Bildung sollte in der Schule fächerübergreifend und projektbasiert vermittelt werden. In Kooperation mit außerschulischen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft können Schülerinnen und Schüler authentische Praxiserfahrungen sammeln – diese müssen intensiviert werden. Denn gute Initiativen fördern dabei nicht nur das Interesse der Kinder und Jugendlichen, sondern auch den individuellen Kompetenzerwerb in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Eine klischeefreie MINT-Bildung ist dabei selbstverständlich. Lehrkräfte müssen dafür während ihrer Aus- und Fortbildung im Studium, im Vorbereitungsdienst und im Beruf sensibilisiert werden. Durch Rollenvorbilder und kontextualisierte MINT-Themen können die Interessen bei Mädchen wie Jungen gestärkt und die Relevanz von MINT für Mensch und Natur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft erfasst werden.

MINT-Bildung sollte bereits in der Schule das Potenzial der Digitalisierung noch besser nutzen. Der fachdidaktische Einsatz von digitalen Tools ist dabei obligatorisch. Lehrkräfte benötigen computer- und informationsbezogene Kompetenzen, die Teil ihrer Aus- und Fortbildung (Studium, Vorbereitungsdienst und Tätigkeit als Lehrkraft) sein muss.

Es gilt jetzt, digitale Infrastruktur und Innovation in den Schulen mithilfe eines unbürokratischen Digitalpakt Schule 2.0 konsequent weiter auszubauen. Dazu gehören sowohl gute und qualitätsgeprüfte Hardware und Software, eine verlässliche Internetverbindung und vor allem Fachpersonal für technische Assistenz und Netzwerkadministration.

Besonders die Erfahrungen der Corona-Pandemie haben uns gezeigt, in welch kurzem Zeitraum Riesensprünge in punkto Digitalisierung von Schulen möglich sind. Jetzt müssen wir diesen Schub nutzen, um auch der (MINT-)Bildung an Schulen ein Update zu verpassen.

Weitere Impulse zur Stärkung der MINT-Bildung finden Sie im MINT Nachwuchsbarometer unter https://www.acatech.de/projekt/mint-nachwuchsbarometer/.

Illustration: Eva Dietrich 2021

Über die Autorin: Rebecca Ebner ist wissenschaftliche Referentin bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Sie verantwortet die Aktivitäten rund um das Thema Bildung, zu denen u.a. das Projekt MINT Nachwuchsbarometer gehört.

Foto: Rebecca Ebner | Copyright: M. Haubold

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Veröffentlicht am 12.11.21

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Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

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