Gebärdensprachdolmetschen (B.A.) an der Hochschule Landshut

Seit dem Wintersemester 2015/16 gibt es den Bachelorstudiengang „Gebärdensprachdolmetschen“ an der Hochschule Landshut bereits – ein in Süddeutschland einzigartiges Angebot. „Der Bedarf an Gebärdensprachdolmetschern ist riesig. Wir hoffen mit diesem Studiengang den Mangel an ausgebildeten Fachkräften zu begegnen“, erklärt Prof. Uta Benner, Professorin für Gebärdensprachdolmetschen, die den Studiengang aufgebaut hat. „In sieben Semestern wird den zukünftigen Studierenden praxisorientiert selbstständiges und professionelles Handeln als Gebärdensprachdolmetscher vermittelt.“

Die Lehrinhalte bauen dabei systematisch aufeinander auf und verknüpfen erworbenes Wissen. Ziel ist es, dass die angehenden Dolmetscher in der Lage sind, das eigene professionelle Handeln theoriebezogen und ausgerichtet an den ethischen Prinzipien des Gebärdensprachdolmetschens zu reflektieren. „Es geht nicht nur um die Vermittlung der Gebärdensprache und die Dolmetschtechniken, sondern die Studierenden sollen auch die Gehörlosenkultur kennen- und verstehen lernen“, erklärt Prof. Fries, Studiengangleiterin und Professorin an der Hochschule für Gebärdensprachdolmetschen und Gebärdensprachgemeinschaft.

Von den Bewerbern wird ein Nachweis über Grundkenntnisse der Deutschen Gebärdensprache (Niveau A2) erwartet. Entsprechende Kenntnisse können über einen Vorkurs erworben werden. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt, von daher wird die Absolvierung eines fakultativen Selbsteinschätzungstests erwartet,  in dem Kenntnisse der Gebärdensprache abgefragt und das Berufsfeld sowie studienrelevante Eigenschaften thematisiert werden.

Im grundständigen Bachelor-Studiengang Gebärdensprachdolmetschen wird praxisorientiert selbstständiges und professionelles Handeln als GebärdensprachdolmetscherIn vermittelt. Grundlage hierfür bieten wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden. Darüber hinaus werden die Studierenden in den verschiedenen Modulen auf ihre künftige Tätigkeit als GebärdensprachdolmetscherIn vorbereitet. Dabei bauen die Module systematisch aufeinander auf und verknüpfen erworbenes Wissen. Ziel ist es, dass die angehenden DolmetscherInnen in der Lage sind, das eigene professionelle Handeln theoriebezogen und ausgerichtet an den ethischen Prinzipien des Gebärdensprachdolmetschens zu reflektieren.

GebärdensprachdolmetscherInnen werden in nahezu allen Lebensbereichen eingesetzt – vom Arztbesuch über Elterngespräche in der Schule, bis hin zu Teamsitzungen am Arbeitsplatz. Um ihre Tätigkeit angemessen und professionell ausüben zu können, sind vielfältige und differenzierte Kompetenzen erforderlich. Diese sind maßgeblicher Gegenstand des Studiums.

Zum Studiengang

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