Hotel- und Restaurantmanagement (B.A.) – mein Erfahrungsbericht

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Der Berufsalltag in der Hotellerie und Gastronomie ist vielseitig wie in kaum einer anderen Branche und es wird niemals langweilig. Das habe ich in meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau gelernt. Kein Tag gleicht dem anderen und man hat die Möglichkeit auf der ganzen Welt zu arbeiten. Das waren die Hauptgründe für mich dieser Branche nach der Ausbildung, nicht wie viele andere, den Rücken zu kehren, sondern mich intensiver mit der Hotellerie zu beschäftigen. Auf meiner Suche nach einem geeigneten Studienplatz waren mir vor allem der Bezug zur Praxis, vielseitige Studieninhalte und eine internationale Ausrichtung der Hochschule wichtig. Die Hochschule Heilbronn legt auf all diese Aspekte viel wert und daher habe ich mich für das Wintersemester 13/14 für den Studiengang Hotel- und Restaurantmanagement eingeschrieben.

Zu Beginn des Studiums hat sich herausgestellt, dass meine Kommilitonen alle völlig verschiedene Voraussetzungen erfüllt haben. Manche kamen direkt aus der Schule, manche haben, wie ich, bereits eine Ausbildung im Hotel oder Restaurant gemacht, mache haben bereits eine ganz andere Karriere eingeschlagen und sind als Quereinsteiger dazu gekommen und manche haben bereits Familien und suchen nach einer neuen Herausforderung. Wie man an dieser vielfältigen Struktur erkennen kann, setzt das Studium keine speziellen Vorkenntnisse voraus und man bekommt in den Einführungskursen einen grundlegenden Einblick in die Branche. Außerdem sind viele Kurse im Grundstudium übergreifend mit dem Partnerstudiengang Tourismusmanagement.

Was ich am Studium besonders gut fand, sind die vielfältigen Wahlmöglichkeiten. Im vierten Semester kann man einen BWL Schwerpunkt auswählen und im sechsten Semester einen Hospitality Schwerpunkt. Je nach Neigung kann man sein Studium hier individuell gestalten. Ist man Zahlen affin, kann man sich in Richtung Controlling und Rechnungswesen oder Finance spezialisieren, ist man kein Freund von viel Rechnerei stehen zum Beispiel, internationales Personalmanagement, Marketing oder international Management zur Wahl. Für jeden ist hier etwas zu finden. Auch die Gestaltung des Praxissemesters ist jedem selbst überlassen. Die einzige Vorgabe ist, dass Studenten, die vorher noch nie im Hotel oder Restaurant gearbeitet haben, ihr Praktikum in der Branche absolvieren müssen. Alle anderen haben freie Auswahl was das Unternehmen und die Tätigkeit angeht. Ich habe mein Praktikum bei TUI im international Recruiting gemacht, Kommilitonen von mir waren im Controlling bei Bosch, im Qualitätsmanagement in der Steigenberger Zentrale, im Personalmanagement bei Audi und im zentralen Marketing bei Porsche. Wer also während des Studiums merkt, dass die Hotellerie vielleicht doch nicht das Gelbe vom Ei ist, hat nach dem Studium keinerlei Probleme auch in anderen Branchen Fuß zu fassen.

Auch die Globetrotter unter euch kommen in der Hochschule Heilbronn auf ihre Kosten. Partner Universitäten,verteilt auf dem ganzen Globus, laden zum studieren abroad ein. Also wer Lust hat ein halbes Jahr in Miami, São Paulo, Hong Kong, oder sonst wo zu verbringen, hat gute Chancen sich diesen Traum zu verwirklichen. Alles in allem bietet die Hochschule Heilbronn wirklich vieles für die Studenten an und wenn man mal Fragen hat, findet man überall ein offenes Ohr.

Ich rate vor Beginn des Studiums jedem, sich im Voraus mit den Studieninhalten auseinander zu setzen, damit man nicht von der Vielzahl an BWL Fächern überrascht wird. An diejenigen, die, wie ich, eher Probleme in Mathe hatten: Lasst euch nicht abschrecken von Rechnungswesen, Finanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung und Co. Mit ein bisschen Fleiß sind gute Noten wirklich kein Problem.

Erfahrungsgemäß ist der Stress am Ende des Semesters natürlich allgegenwärtig. Nicht selten haben wir in nervenzehrenden Nachtschichten unseren Projekten den letzten Schliff verpasst. Aber das ist wohl nicht nur bei uns HMlern ein verbreitetes Phänomen.

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