In fünf Schritten zum Praktikum

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Du kommst ins letzte Schuljahr und hast noch keine Vorstellung, was Du beruflich später machen möchtest? Du weißt noch nicht, ob Du eine Ausbildung machen oder studieren willst? Dann ist es höchste Zeit für ein Praktikum!

 

1. Herausfinden, was Dir liegt

Den Entschluss, ein Praktikum zu machen, hast Du schon mal gefasst. Sehr gut! Wie findest Du nun heraus, wo Du Dein Praktikum am besten absolvieren solltest?

Überlege zunächst, welche Fächer Dir in der Schule Spaß machen. Wenn Du zum Beispiel gut in Deutsch bist, könnte Dir die Arbeit im Büro Spaß machen. Denn dort werden häufig Emails und Briefe geschrieben. Wenn Du gerne draußen bist, könnte Dir eine Arbeit gefallen, die mehr im Freien als drinnen stattfindet. So gibt es viele Beispiele, wie Du Dein Traumpraktikum findest.

Hast Du Hobbies, die Du zum Beruf machen könntest? Auch hier gibt es Anknüpfungspunkte, um das richtige Praktikum und später vielleicht Deinen Traumjob zu finden. Shoppen, Reisen, Technik, Musik, Computer, Design und Wohnen findest Du toll? Hier gibt es (fast) immer Anknüpfungspunkte zu bestimmten Ausbildungsberufen und damit zu einem potenziellen Praktikum. Du wirst sehen: Es gibt so viel mehr Wirtschaftsbereiche und Berufe als Du Dir heute vorstellen kannst.

Hast Du Deine Freunde und Familie schon mal gefragt, wo sie Deine Stärken sehen? Es ist auch gut für Dich, wenn Du weißt, was Dir nicht so liegt. Schwächen kannst Du nicht immer übergehen, aber Du kannst sie mit Deinen Stärken ausgleichen. Ein bisschen Zeit in die Vorüberlegungen solltest Du in jedem Fall investieren – dann macht Dir Dein Praktikum auch viel mehr Spaß.

 

2. Praktikumssuche

Du hast eine Idee, welche Art von Praktikum Dir Spaß machen könnte? Und auch welche Branche Dich interessieren könnte? Dann geht’s jetzt auf die Suche.

Es gibt viele Online-Portale, in denen Firmen ihre Praktikumsangebote vorstellen, wie seit kurzem auch die IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de).

Du kannst Dich auch in Jobbörsen umschauen, welche Firmen Ausbildungsplätze anbieten. Häufig stellen diese Ausbildungsbetriebe auch Praktikanten ein, selbst wenn sie gerade keinen Praktikumsplatz ausgeschrieben haben.

 

3. Bewerben

Wenn Du ein interessantes Praktikumsangebot gefunden hast, kannst Du entweder in der Firma anrufen oder Deine schriftliche (Email-)Bewerbung schicken. In den meisten Inseraten steht geschrieben, welcher Bewerbungsweg den Firmen lieber ist. Wenn Du Fragen hast, kannst Du aber vorab in jedem Fall anrufen und sie besprechen. Du musst aber nicht anrufen, nur um Dich in Deinem Anschreiben auf den Anruf beziehen zu können.

 

4. Gut vorbereitet, ist halb gewonnen

Bevor Dein Praktikum losgeht, überlege noch mal, was Du Dir davon erwartest. Weißt Du, was die Firma genau macht, in der Du das Praktikum absolvieren willst? Welche Ausbildungs- oder Beschäftigungsperspektiven gibt es dort? Kennst Du die Unterschiede zwischen Ausbildung und Studium? Welche Vorteile hat eine Ausbildung und welche ein Studium? Was wünschst Du Dir von Deinem späteren Beruf?

Es ist interessant zu vergleichen, was Deine Erwartungen waren und sie dann im Nachhinein mit der Realität des Praktikums zu vergleichen. So kannst Du viel über Dich und Deine eigentlichen Talenten und Wünsche lernen.

 

5. Durchstarten

Jetzt ist es soweit: Du startest Dein Praktikum! Glückwunsch.

Du brauchst nicht aufgeregt zu sein, solltest Deinen neuen Kollegen aber höflich und aufmerksam begegnen. Am besten hörst Du genau zu, wenn diese Dir etwas erzählen und fragst nach, wenn Du etwas nicht verstanden hast.

Alle wissen, dass Du „schnuppern“ willst und erwarten nicht, dass Du schon alles perfekt kannst. Wenn Du eine Aufgabe bekommst, versuch sie einfach bestmöglich zu lösen. Eine Firma, die sich Zeit nimmt, Dir zu zeigen, welche beruflichen Chancen Du hast und wie ihre Betriebsabläufe funktionieren, darf aber zurecht erwarten, dass Du Dich interessierst und engagierst..

Wenn es Dir am Ende gefallen hat, bedanke Dich bei Deinem Praktikumsbetreuer. Du könntest auch direkt fragen, wie ihr in Kontakt bleiben könntet, wenn Du Dir vorstellen kannst, in der Firma eine Ausbildung zu machen oder später zu arbeiten.


Über die Autorin: Ulrike Friedrich ist Referatsleiterin Ausbildungsmarketing, Ausbildungsanalysen, Bereich Ausbildung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V.

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