Menschen sprechen zu leise über wichtiges, zu laut über unnötiges, zu viel über andere, zu wenig miteinander, und zu oft ohne nachzudenken.

Klavierbauerin - mein Erfahrungsbericht

19. Oktober 2021

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Klavierbauerin. Das hört man nicht alle Tage! Ich heiße Paula und bin im zweiten Lehrjahr bei der Firma C. Bechstein.

Die erste Reaktion, wenn ich von meinem Beruf erzähle, ist: „Das habe ich ja noch nie gehört! Wie bist du denn darauf gekommen?“ In der Tat. Der Beruf ist nicht gerade überall bekannt.

Ich spiele schon seit meinem 5. Lebensjahr Klavier und somit ist dieses Instrument zu einem wahren Begleiter in meinem Leben geworden. Außerdem liegen mir praktische und handwerkliche Arbeiten. Ich packe gerne mit an und sitze ungern am Schreibtisch oder vor dem Computer. Und genau diese beiden Dinge kann ich in meinem Beruf vereinen.

Beim Klavierbau geht es um Präzisionsarbeit, denn kleinste Ungenauigkeiten in der Verarbeitung können das Klangbild oder die Funktion der Mechanik stören. Handwerkliches Geschick steht natürlich an erster Stelle, ein gutes Gehör und ein Sinn für Musik.

 

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und der Unterricht findet in Blockform statt, genauer gesagt sind es sechs Blöcke à ca. sechs Wochen. Der Unterricht umfasst neben allgemeinbildendem vor allem fachtheoretischen Unterricht in folgenden Fächern: Technologie (Werkstoffkunde, Arbeitskunde, Musikkunde, Stilkunde, Instrumentenbaugeschichte, Akustik), Technische Mathematik, Technisches Zeichnen, Computertechnik und Technologiepraktikum. Die Berufsschule befindet sich in Ludwigsburg (Baden-Württemberg).

Für mich ist die Schulzeit immer sehr spannend, da man sich mit Gleichgesinnten aus ganz Deutschland und dem Ausland austauschen kann. Man wächst dort richtig zusammen und ich bin mir sicher, dass wir alle nach der Ausbildung weiterhin in Kontakt bleiben werden.

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In meinem Betrieb habe ich wöchentlichen Klavierunterricht und alle zwei Wochen auch Theorieunterricht in Musik. Außerdem stimme ich täglich, was eine meiner Lieblingsaufgaben ist. Im Laufe der Ausbildung besuche ich jede Abteilung ca. 6 Wochen lang. Das fängt bei der Holzbearbeitung an, geht über das Regulieren des Spielwerks bis zur Intonation des Instruments und natürlich vieles, vieles mehr… So kann jeder nach und nach seine Stärken und Interessen herausfinden und diese noch mehr herausfordern.

Klavierbauer sind überall gesucht, deshalb sollte die Arbeitssuche nach der Ausbildung auch kein Problem sein. Da das Ausbildungssystem im Klavierbau in Deutschland einmalig ist, ist man vor allem auch im Ausland hoch angesehen. Im Klavierbau lernt man nie aus. Jedes Klavier und jeder Flügel ist einzigartig. Jede Aufgabe bringt eine neue Herausforderung mit sich. So bleibt der Beruf das ganze Leben lang spannend und es gibt immer wieder neue Dinge zu lernen!

Für mehr Inspiration hier noch der Link meiner Firma: https://www.bechstein.com/willkommen-bei-c-bechstein/

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Veröffentlicht am 19.10.21

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Wie sagte schon Bacon: „Wissen ist Macht!“
*Francis Bacon, 1561 - 1625, Philosoph & Jurist
 

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