„Mission Impossible“ an der Stadtteilschule Am Heidberg (Hamburg)

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Vom 17.-24.06.2017 sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10f (Profilklasse Kultur bewegt – Bewegungskultur) auf Antrag der Tutoren vom regulären Schulunterricht freigestellt. Diese Tage stehen unter dem Motto „Mission Impossible“ und sollen sie vor allem in ihrer Eigenständigkeit und ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken.

Was ist eine Mission Impossible?

Bei einer Mission Impossible gibt es ein Ziel, das die Schüler ohne die Hilfe von Lehrern oder Eltern erreichen sollen. Dieses ist schwer zu erreichen und setzt gutes Teamwork, große Anstrengung und ein hohes Maß an Selbstdisziplin voraus. Je nach Mission ist es notwendig, in ungewohnter Weise zu kommunizieren, mit völlig Unbekannten in Kontakt zu treten, auf Vieles zu verzichten oder sich über die eigenen Grenzen hinweg anzustrengen.

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Warum tun wir das?

Einige Fähigkeiten kann man nicht durch gut aufbereitete Inhalte im Klassenzimmer vermitteln, sondern muss sie in realen Situationen erlebt haben. Dass sich Ausdauer und ein starker Zusammenhalt in der Gruppe lohnen, muss man erleben. Wer sich einmal wahnsinnig angestrengt hat oder etwas Unbequemes oder Langweiliges durchgehalten hat, erfährt auch, wie gut es sich anfühlt, wenn man sein Ziel dann erreicht. Durch vorangegangene Projekttage „Mission Impossible“ konnten die Schüler dies bereits an sich erfahren. In diesem Jahr kommt für die Schüler ein persönlicher Bezug hinzu: Sie setzen sich ihre Ziele, also ihre Mission Impossible, allein oder in Gruppen selbst. Bei der Ausgestaltung ihrer persönlichen Mission Impossible zeigen sich die Schüler erstaunlich mutig und stellen sich Aufgaben, die für sie wirklich eine große Herausforderung sind.

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Die Schüler haben sich u.a. Folgendes als ihre persönliche Mission Impossible ausgedacht:

– Zu Fuß von Bad Bramstedt nach Flensburg in maximal 7 Tage: 4 Jungen wollen diese Strecke (ca.120 km) nicht nur zu Fuß meistern, sie suchen sich ihre Übernachtungsmöglichkeiten außerdem spontan, indem sie nette Menschen in den Ortschaften um Hilfe bitten.

– Mit dem Fahrrad nach Fehmarn: 3 Mädchen radeln nach Fehmarn (ca. 140 km) und auch wieder zurück. Die gesamte Reiseorganisation haben sie selbst übernommen.

– Eine Woche Schweigen: 3 Mädchen ziehen für eine Woche als WG zusammen und schweigen rund um die Uhr. Schweigen beinhaltet dabei auch das Schreiben und Chatten.

– Zu Fuß von Cuxhaven nach Hamburg: 3 Mädchen wollen den Weg (ca. 140 km) in 7 Tagen zu Fuß bewältigen. Dabei erwarten sie Tagesetappen von 15-33 km.

Weitere Gruppen stellen für die Mission Impossible komplett ihren Alltag und ihre Ernährung um, sprechen eine Woche ausschließlich französisch, verzichten auf Technik oder wollen 300 Selfies mit Fremden machen. Verfolgen und Nachzulesen ist alles auf dem Blog zu diesem Projekt:

https://missionimpossible10f.blogspot.de/

Wie ist das Projekt in der Schule eingebettet?

Mit diesem Jahrgang wurde das Projekt in Jahrgang 7 begonnen. Seitdem hat in jedem Schuljahr eine große Mission Impossible mit unterschiedlichem Schwerpunkt stattgefunden (siehe unten). Weitere Klassen haben inzwischen ebenfalls Teile des Projekts durchgeführt. Im neuen Projektwochen-Curriculum sind Projekttage „Mission Impossible“ für zwei Jahrgänge vorgesehen.

 

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Klasse 7a / 2014

Lost
Schüler wurden ausgesetzt und mussten mit Karten zu Fuß zurück finden

Long Way
Viele kleine Aufträge in Hamburg erledigen

24 Stunden unter freiem Himmel
Aktion mit allen gemeinsam inkl. Schlafen unter freiem Himmel

Klasse 8a / 2015

Das Mission-Impossible-Haus
Kleine Gruppen müssen verschiedene Missionen (ganztägig) von Lütjenwestedt aus erledigen

Klasse 8d / 2015

Lost
Schüler wurden ausgesetzt und mussten mit Karten zu Fuß zurück finden

Long Way
Viele kleine Aufträge in Hamburg erledigen

Klasse 7c / 2016

24 Stunden unter freiem Himmel
Aktion mit allen gemeinsam inkl. Schlafen unter freiem Himmel

Klasse 9f / 2016

Ab an die Elbe
Zu Fuß und ohne Geld & Essen von Langenhorn zum Fähranleger Blankenese

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