„Out of School“ – Mal woanders lernen

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Statt im Klassenraum erfahren Schülerinnen und Schüler auf einem Upcycling-Hof etwas über Recycling oder binden in einer Buchbinderei ihr eigenes Schulheft. Statt tatenlos langen Vorträgen lauschen zu müssen, können sie im Supermarkt Preise scannen, im  Kloster Hostien backen, am Bahnhof Durchsagen machen oder beim Tischler ein Bienenhotel bauen.

Die Initiative „Out ofSchool“ richtet sich an Schulkinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren und bietet ihnen die Möglichkeit Orte ihrer Lebens- und Alltagswelt neu und auf aktive Art und Weise zu entdecken. Im Rahmen der Ganztagsschule besuchen die Schülerinnen und Schüler über das gesamte Schuljahr bis zu sieben vielfältige Orte. Mit speziell für jeden Ort entwickelten pädagogischen Begleit- und Arbeitsmaterialien können die Lehrer und Erzieher die Besuche umfassend vor- und nachbereiten. So bietet „Out of School“ ein kompaktes und kontinuierliches pädagogisches Projekt für alltagsnahes, außerschulisches und handlungsorientiertes Lernen.

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In einer Gruppe von maximal 15 Personen besuchen die Kinder in Begleitung eines Lehrers oder Erziehers an dem vorab gebuchten Nachmittag den ausgewählten Lernort. Der Besuch dauert zwei bis drei Stunden. Die Kinder lernen die Besonderheiten des jeweiligen Lernortes kennen und können durch verschiedene Aktivitäten dort typische Handlungsabläufe ausprobieren. Neben dem aktiven Tun steht dabei auch das gemeinsame Lernen in der Gruppe im Vordergrund.

Jeder der Lernorte repräsentiert einen Aspekt der nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft: So können die Schülerinnen und Schüler beispielsweise im Hafen den globalen Handel von Waren nachvollziehen und im Kloster oder der Moschee verschiedenen Religionen begegnen. Die Lernorte eröffnen auch einen Zugang zu schwierigen Themen: Durch spielerische Herangehensweisen werden beispielsweise auf dem Friedhof die Themen Leben, Tod und Traditionen thematisiert. Darüber hinaus erwerben die Kinder auch neue Kompetenzen: Etwa wie sie in einem Supermarkt alleine einkaufen können oder was zu beachten ist, wenn man mit dem Zug oder Flugzeug verreisen möchte.

Egal an welchem Lernort die Kinder sind – jeder Besuch eröffnet ihnen neue Eindrücke, Erfahrungen und Lernchancen außerhalb des formalen Bildungsbereichs. Kinder können bei den Besuchen des Lernortes mitmachen, erleben und ausprobieren. Lernen mit „Out of School“ bereitet viel Spaß, erhöht die Lernmotivation und ermöglicht Erfahrungen, die sich intensiv einprägen. Die Einbindung der außerschulischen Lernorte in den regulären Unterricht ermöglicht es, dass die Schülerinnen und Schüler fachliche Inhalte praktisch und konkret erfahren und Zusammenhänge sehen können. Auf diese Weise wird Schülern Anwendungswissen vermittelt und handlungsorientiertes Lernen gestärkt.

Darüber hinaus ermöglicht das Projekt eine Vernetzung der Schulen mit lokalen Unternehmen und Einrichtungen und trägt zur Stärkung einer regionalen Bildungslandschaft bei.

“Out of School” ist eine Initiative von FIELDS Corporate Responsability und dem Rotary Club Köln-Kapitol, die mit dem Schuljahr 2012/2013 in Köln an sechs Schulen und einundzwanzig außerschulischen Lernorten gestartet ist. Interessenten die Lust haben an der Initiative mitzuwirken, sei es als Schule, Lernort, oder Unterstützer sind jederzeit willkommen.

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