PTA – mein Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht-PTA

Ich habe meinen Traumberuf gefunden. Ich bin PTA – Pharmazeutisch-technische Assistentin.

Das Schöne an diesem Beruf ist vor allem die Vielseitigkeit, die schon in den zwei Jahren der schulischen Ausbildung erkennbar wird. Von Chemie, über Arzneimittelkunde und auch sozial geprägten Fächern war so ziemlich alles dabei.

In den vier Wochen Praktikum, die während der Schulzeit abzuleisten waren, habe ich in verschiedenen Apotheken schon die Betriebsabläufe kennen gelernt. Ich fand es toll, mein in der Schule erworbenes Wissen dort einbringen zu können. Dort habe ich frühzeitig erkannt, dass die PTA-Ausbildung die richtige Wahl für mich war.

Ich möchte nicht lügen und sagen, die Ausbildung war einfach, aber wenn man sich Mühe gibt, zuhört und lernt, gibt’s keine Probleme.

Noch zwei Jahre Schule hört sich zwar erst mal trocken an, aber die praktischen Arbeiten im Labor (Arzneiherstellung, chemische Analysen etc.) lockern den theoretischen Schulalltag sehr gut auf. Auch im späteren Apothekenbetrieb ist die Tätigkeit nicht eintönig, denn Rezepturherstellung, Arbeiten im Labor sowie Beratung von Patienten und reine Verkaufstätigkeit wechseln sich stetig ab.

Während der PTA-Ausbildung musste ich Arzneipflanzen in der freien Natur sammeln und anschließend pressen, also ein Herbarium erstellen. Zuerst fand ich das gar nicht lustig, aber im späteren Verlauf habe ich gemerkt, dass man selbst beim Spazierengehen noch etwas lernen kann und auf einmal Pflanzen sieht, die man vorher nicht mal bemerkt hat. Dies hat mich auch dafür sensibel gemacht, nicht immer alles mit Chemie zu behandeln, sondern erst einmal auf pflanzliche Alternativen zurückzugreifen.

Mir macht dieser Beruf Spaß, da ich mich für naturwissenschaftliche Themen interessiere, aber auch gerne Menschen helfe. In der Apotheke vereinen sich diese beiden Punkte. Einerseits arbeitet man im Labor und prüft Substanzen oder stellt in der Rezeptur individuelle Arzneimittel für einen Patienten her, andererseits berät man im Handverkauf Patienten zu Arzneimitteln und Gesundheitsfragen.

Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn sich ein Patient bei mir für die Hilfe, Beratung und ein offenes Ohr für seine gesundheitlichen Probleme bedankt und anschließend mit einem zufriedenen Lächeln die Apotheke verlässt.

Läuft es einmal nicht so wie man es sich wünscht, hat man nette Kollegen an seiner Seite, die einem unter die Arme greifen; denn auch Teamfähigkeit ist in der Apotheke gefragt.

Wenn man nicht gerne im Verkauf arbeitet, hat man außerdem die Möglichkeit in Krankenhausapotheken oder in der pharmazeutischen Industrie tätig zu sein.

Für mich zählt in erster Linie Zufriedenheit und Spaß an meinem Beruf. Allerdings ist es auch wichtig einen krisensicheren Job auszuüben, mit dem man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Da Krankheiten nun mal zur Menschheit gehören, ist dies beim PTA-Beruf der Fall.

Bist Du Dir nicht sicher, ob PTA das Richtige für dich ist, mache doch einfach ein freiwilliges Praktikum in einer Apotheke. Dies hat auch mich darin bestärkt, dass Pharmazeutisch-technische Assistentin der richtige Beruf für mich ist. Ich habe meine Entscheidung nicht bereut. Im Gegenteil – mit zunehmender Sicherheit in Arzneimittelherstellung und Kundenberatung macht mir dieser Beruf immer mehr Spaß.

Regina Jurischka,
Staatlich anerkannte Lehranstalt für Pharmazeutisch-technische Assistenten am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, Duisburg

Schule finden!

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