Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte – mein Erfahrungsbericht

Mein Name ist Lisa Walter, ich bin 22 Jahre alt und absolviere derzeit meine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten (auch „ReNo“ genannt) in der Wirtschaftskanzlei S2H Ströver Strohkirch Hardt Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB (kurz „S2H Rechtsanwälte“) in der Überseestadt in Bremen.

S2H Rechtsanwälte hat sich auf das Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Insolvenzrecht und die angrenzenden Rechtsgebiete spezialisiert. Die Notare bearbeiten schwerpunktmäßig gesellschaftsrechtliche und immobilienrechtliche Geschäfte wobei auch Erbrecht mit dazugehört.

Ich muss zugeben, dass man sich anfangs den Beruf in Bezug auf Klischees als eine Tätigkeit vorstellt, die in alten, verstaubten Büros mit eintönigen Aufgaben stattfindet, wie dem Heraussuchen von Akten und dem einfachen Kopieren von Dokumenten. In meiner Ausbildung musste ich jedoch lernen, dass dem nicht so ist.

Im Gegensatz hierzu empfing mich, direkt zu Anfang meiner Ausbildung, eine überaus moderne Kanzlei mit einem sehr kommunikativen, freundlichen und hilfsbereiten Team und fünf erfahrenen, äußerst sympathischen Fachanwälten, von denen zwei das Amt des Notars ausüben. Schon seit 2 ½ Jahren bin ich hier in der Advokatur als auch im Notariat tätig.

Zu Beginn habe ich festgestellt, dass vieles in unserer Kanzlei auf dem digitalen Wege stattfindet. Zum einen sind alle unsere Akten digitalisiert, das bedeutet, dass Datensätze als auch Schreiben elektronisch erstellt werden können. Zum anderen wird auch unsere eingehende Post nach Zugang digitalisiert und zur elektronischen Akte gespeichert. (Neuerdings besteht sogar die Möglichkeit, über ein besonderes elektronisches Anwaltspostfach mit den gegnerischen Anwälten und dem Gericht zu korrespondieren.)

Im zweiten Lehrjahr durfte ich im Notariat tätig sein und habe selbstständig Vorgänge abgewickelt, Anträge bei Behörden und Ämtern gestellt und Schreiben verfasst. Im Notariat war es für mich interessant in Erfahrung zu bringen, was z. B. alles mit dem Kauf eines Hauses im Zusammenhang steht. Ich durfte bei Verträgen, Genehmigungen und Erklärungen mitwirken, welche im Nachhinein von den Notaren zusammen mit den Vertragsparteien beurkundet wurden. Die vorsorgende Rechtspflegesteht hier im Vordergrund und spielt vor allem auch bei Vorsorgevollmachten und Testamenten eine große Rolle.

In der Advokatur bearbeite ich im dritten Lehrjahr, wie auch zuvor im ersten Lehrjahr, alle Angelegenheit, die mit der nachsorgenden Rechtspflegezu tun haben. Das bedeutet, dass der Rechtsanwalt rechtlich in Situationen berät, die für den Mandanten meist ausweglos scheinen. Meiner Meinung nach ist das Wissen, welches man sich im Laufe der Ausbildungszeit durch das Studieren der Gesetzestexte aneignet, nicht nur im beruflichen Alltag von Vorteil. Es kann auch im Privatgebrauch bei dem Abschluss von Verträgen nützlich sein. Auch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, wie das Beauftragen eines Gerichtsvollziehers zum Zwecke der Pfändung von Gegenständen beim Schuldner oder der Antrag auf Erlass eines Haftbefehls werden von den Rechtsanwälten und uns ReNos eingeleitet und durchgeführt. Streitige Verhandlungen werden meistens mit Hilfe von Schriftsätzen und Anträgen von uns vorbereitet und helfen dem Anwalt dabei, den Prozess vor Gericht für den Mandanten zu entscheiden. Es ist interessant zu sehen, inwiefern sich streitige Angelegenheiten durch bestimmte Herangehensweisen und Methoden auflösen.

Man lernt zudem in beiden Bereichen den Umgang mit Menschen kennen, insbesondere Mandanten, mit denen man persönlich als auch schriftlich kommuniziert.

In der Regel dauert die duale Ausbildung ca. 3 Jahre. Der Berufsschulunterricht findet in Bremen wöchentlich statt und ergänzt in meinen Augen aufgrund dessen die Praxis im Betrieb sehr gut. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit nach der Ausbildung verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, wie die Weiterbildung zur Notariats- oder zur Rechtsfachwirtin. Insgesamt kann man sagen, dass der Beruf mit der entsprechenden Kanzlei im Hintergrund viele Facetten und Möglichkeiten bietet, sich weiterzuentwickeln.

Bei S2H Rechtsanwälte habe ich die Möglichkeit, eine anspruchsvolle und vielseitige Ausbildung zu absolvieren sowie meine eigenen Arbeitsabläufe zu organisieren und zu strukturieren. Mit Hilfe der modernen Standards und dem guten zwischenmenschlichen Miteinander gelingt es mir täglich, einen reibungslosen Arbeitsablauf zwischen Fristen und Terminen zu schaffen.

Abschließend kann ich sagen, dass mir die Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten in der Kanzlei S2H Rechtsanwälte bis heute sehr gut gefällt und mich bei der Entwicklung meiner Persönlichkeit positiv unterstützt hat. Die Ausbildung hat mich zudem dazu bestärkt, nach meiner Ausbildung eine der Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Wenn Dir also der Umgang mit Menschen liegt, Du gute Deutschkenntnisse besitzt und Dich interessiert, wie Du zu einem gerechten Umgang mit Menschen beitragen kannst, dann kann ich Dir diese Ausbildung nur ans Herz legen. 🙂

Lisa Walter, Auszubildende im 3. Lehrjahr

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