Schülerpraktikum & Ferienjob: So klappt’s mit der Bewerbung!

Schülerpraktikum & Ferienjob: So klappt's mit der Bewerbung! Aktuelles wissensBlog

Schülerpraktika/Ferienjobs sind die einzige Möglichkeit während der Schulzeit die Welt auch außerhalb der Schule kennen zu lernen, um sich somit einen ersten nachhaltigen Eindruck von der späteren Arbeitswelt zu machen. wissensschule.de tauschte sich darüber mit Frau Dr. Donate Kluxen-Pyta aus.

Ferienzeit ist auch die Hochzeit für Schüler- bzw. Ferienjobs. Welche Dinge gibt es hier unbedingt für junge Menschen zu beachten?

Schülerinnen und Schüler suchen und finden Ferienjobs, mit denen sie ihr Taschengeld und die Urlaubskasse aufbessern. Ferienjobs sind zu unterscheiden von Schülerbetriebspraktika, die in den jeweiligen Landesschulgesetzen und den entsprechenden Lehrplänen verankert sind. Diese dienen der beruflichen Orientierung, dem Kennenlernen und Erleben der Arbeitswelt und unterstützen die Entscheidungsfähigkeit junger Menschen für ihre spätere berufliche Laufbahn. Freiwillige Praktika in den Ferien können die hier gemachten Erfahrungen   ergänzen.

Ein Schülerbetriebspraktikum sollte inhaltlich und formal gut vorbereitet sein. Dazu ist zunächst zu überlegen, welcher Beruf oder welches Berufsfeld von Interesse ist und welche Betriebe einen entsprechenden Einblick ermöglichen. Daran schließt sich eine meist schriftliche Bewerbung an, mitunter auch ein persönliches Vorstellungsgespräch. Eine – bei Minderjährigen auch von den Eltern unterschriebene – Praktikumsvereinbarung sichert auch den rechtlichen Rahmen ab und legt bestimmte formale Kriterien wie Ablauf, Arbeitszeit, Arbeitsschutz und Verhaltensregeln fest.

Wichtig ist auch die Vereinbarung einer schriftlichen Praktikumsbestätigung/ Beurteilung durch den Betrieb. Diese kann man später  Bewerbungen um einen Ausbildungs- oder Studienplatz beilegen.

Wer kann ein Schülerpraktikum machen und zu welchem Termin sollten sich Schülerinnen und Schüler generell bewerben?

Grundsätzlich können alle Schülerinnen und Schüler ein berufsbezogenes Praktikum absolvieren. Neben den im Lehrplan verankerten Pflichtpraktika während der Unterrichtszeit können es auch freiwillige Praktika in der Freizeit oder in den Schulferien sein. Es gibt keine keine festen Zeiten, in denen Praktika generell angeboten werden. Günstig ist eine rechtzeitige Bewerbung, zum Beispiel drei bis sechs Monate vor dem geplanten Termin.

Worauf achten Unternehmen besonders bei der Vergabe von Praktikumsplätzen und was erwarten sie von Schülerpraktikanten?

Für Unternehmen ist das Praktikum ein guter Weg zur Darstellung der eigenen Ausbildungsangebote und der Unternehmensperspektiven für Einsteiger ins Berufsleben.

Sich gegenseitig einen ersten Eindruck zu verschaffen hilft auch bei der richtigen Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber für einen Ausbildungsplatz.

Das gezeigte Interesse an den beruflichen Inhalten und am Betrieb selbst führt bei den Unternehmen zu einem ersten positiven Eindruck. Dieser wird unterstrichen durch Verhaltensweisen wie Höflichkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit in der Aufgabenerledigung.

Niemand erwartet von Schülerpraktikanten spezifisches Wissen und fundierte Kenntnisse. Daher ist es  völlig legitim nachzufragen, wenn man eine Anweisung oder eine Verhaltensregel nicht verstanden hat.

Ein gut geplantes Schülerbetriebspraktikum kostet auch das Unternehmen Mühe und Zeit. Daher sollte es auch erfolgreich sein. Für das Unternehmen heißt das, potenzielle Bewerber frühzeitig für  eine Ausbildung begeistern zu können. Für die Schülerinnen und Schüler bietet sich mit einem Praktikum die Chance der Reflexion des Berufswunsches durch Kennenlernen der Praxis vor Ort.

Wie sollte die Bewerbung für ein Schülerpraktikum aussehen bzw. aus welchen Unterlagen sollte sie bestehen und welche Informationen dürfen hier nicht fehlen? 

Zur Vollständigkeit von Bewerbungsunterlagen gehört auch beim Schülerbetriebspraktikum ein Anschreiben an das Unternehmen, aus dem hervorgeht, welche Erwartungen die Schülerin oder der Schüler an das Praktikum und den Betrieb haben. Was ist der Grund für die Bewerbung, in welchem Zeitraum soll das Praktikum stattfinden und was ist das Ziel?

Weiterhin gehören eine Kopie des letzten Schulzeugnisses und ein kurzer Lebenslauf mit dazu. Bei gesundheitlichen Einschränkungen oder sonstigen Besonderheiten bietet sich das Angebot eines persönlichen Vorstellens an, bei dem nähere Details erläutert werden können. Wichtig ist, dass die Information darüber dem Unternehmen nicht vorenthalten wird.

Was sollte man bei der Bewerbung noch beachten und hat die BDA dazu einige Vorlagen ins Netz gestellt, die man als Schüler nutzen kann?

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer wichtiger Tipps, die übersichtlich und knapp zusammengefasst sind in einer Broschüre mit dem Titel „Checklisten Schülerbetriebspraktikum – von der Praxis-für die Praxis“.

Herausgeber ist die Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT. Zu finden sind die Checklisten in der Online-Version mit einer Reihe von beschreibbaren Vorlagen unter www.schulewirtschaft.de


Schülerpraktikum & Ferienjob: So klappt's mit der Bewerbung! Aktuelles wissensBlog Über unsere Expertin | Frau Dr. Kluxen-Pyta, stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung | Berufliche Bildung des BDA  (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände).

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