Studiengang an der Saar-Uni: Master Materialchemie

Foto: pixabay.com
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Die chemischen Eigenschaften eines Materials verstehen und sie für konkrete Anwendungen optimieren – das lernen Studenten des neuen Master-Studiengangs Materialchemie, den die Universität des Saarlandes seit dem Wintersemester 2012/13 anbietet. Der Studiengang ist ein bundesweit einmaliges Gemeinschaftsprojekt der Fachbereiche Chemie und Materialwissenschaften und vereint chemische und ingenieurwissenschaftliche Inhalte. Bewerbungen sind bis zum 31. August möglich.

„Der Master Materialchemie verknüpft chemisch-synthetische Expertise mit Fragen der Materialcharakterisierung und der Werkstoffwissenschaften“, erklärt der Studiengangsverantwortliche Guido Kickelbick, Professor für Anorganische Festkörperchemie an der Saar-Uni. „Mit diesem interdisziplinären, forschungsorientierten Studiengang nehmen wir eine Vorreiterposition in Deutschland ein. Absolventen sind insbesondere für Unternehmen der Chemie- und Werkstofftechnik sehr attraktiv.“ Der viersemestrige Master richtet sich an Absolventen der Fächer Chemie und Materialwissenschaften. Dabei erlernen Materialwissenschaftler die Grundoperationen der chemischen Synthese, während Chemiker die Betrachtung von Materialien und deren Eigenschaften aus einem werkstoffwissenschaftlichen Blickwinkel kennen lernen. Im Laufe des Studiums können individuelle Schwerpunkte gewählt werden.

Im Kernbereich „Materialien“ geht es um Herstellung und Eigenschaften verschiedenster Werkstoffe, ein Schwerpunkt liegt dabei auf neuen Materialien der Energie- und Nanotechnologie. Außerdem werden Werkstoffe wie Hochleistungskeramiken oder Hybridmaterialien behandelt. Hochleistungskeramiken gewinnen unter anderem als Linsen oder Laser für optische Geräte immer mehr an Bedeutung oder sind als Lithiumionen-Leiter Bestandteile leistungsfähiger Akkus. Hybridmaterialien sind Kunststoffe, die durch anorganische Füllmaterialien gezielt verändert werden. Aus ihnen lassen sich beispielsweise hochbrechende dünne Brillengläser herstellen.

Der Bereich „Methoden“ deckt die Verarbeitung und Charakterisierung von Materialien ab. Er ermöglicht eine Vertiefung in Richtung der Oberflächentechnologie sowie der Katalyse, bei der Katalysatoren so verbessert werden, dass chemische Reaktionen energiesparender ablaufen können. Besonderer Wert wird im Studiengang auf praktische Anteile gelegt, sodass die Studenten in speziellen Praktika Materialien synthetisieren und im Hinblick auf materialwissenschaftliche Aspekte charakterisieren.

„In den Materialwissenschaften arbeitet die Universität mit mehreren Forschungsinstituten auf dem Campus zusammen, beispielsweise mit dem Leibniz-Institut für Neue Materialien“, stellt Guido Kickelbick einen weiteren Vorteil des Studienstandorts Saarbrücken vor. „Die Wissenschaftler erforschen hochaktuelle Themen der Nano- und Biotechnologie und sind im Rahmen von Vorlesungen und Praktika direkt in unseren Studiengang eingebunden.“

Bewerbungen für den Master Materialchemie sind bis zum 31. August möglich.

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