Industrieelektiker/in — mein Erfahrungsbericht

Foto: pixabay.com
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2009 hatte ich mich entschlossen ein Praktikum bei der Firma Helbako für den Beruf als Elektroniker zu absolvieren, um einen ersten Einblick in das Berufsfeld zu bekommen. Mir hatte das Praktikum sehr gefallen. Ich musste viel rechnen, konnte mich aber auch handwerklich betätigen, indem ich zum Beispiel ein Flugzeug aus Silberdraht gelötet habe. Dadurch war für mich klar, dass es dieser Beruf sein sollte.

Nach meinem Abitur im Jahr 2011 habe ich mich zunächst entschlossen Elektrotechnik zu studieren. Mir fehlten jedoch viele Grundlagen und die praktische Erfahrung, weshalb ich mich entschloss das Studium nach 2 Semestern abzubrechen und zunächst eine Ausbildung zu beginnen.

In der Ausbildung als Indutrieelektrikerin für Geräte und Systeme sollte man gut in Mathe sein und logisch denken können. Außerdem sollte man gut in dem Fach Physik sein. Man muss in der Ausbildung viel rechnen und selbstständig arbeiten können. Sie dauert zwei Jahre, wobei nach dem ersten Jahr eine Zwischenprüfung geschrieben wird und am Ende des zweiten Jahres die Abschlussprüfung ansteht. Man muss natürlich auch 1-2 Tage in der Woche zur Berufsschule gehen. In der Berufsschule bekommt man die Fächer IAF (Instandhaltung automatisierter Fertigungssysteme), EGS (Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktionen prüfen), Deutsch und Wirtschaft. Später kommen noch die Fächer Englisch, Religion und Sport hinzu.

Ich empfehle vor dem Beginn der Ausbildung ein Praktikum zu absolvieren (z.B. für zwei Wochen) um einen Einblick in den Beruf zu bekommen und zu schauen, ob dieses Berufsfeld für einen geeignet ist. Zu Beginn der Ausbildung wird man viel recherchieren, zum Beispiel was Strom überhaupt ist oder wofür einzelne Bauteile gut sind. Aus diesen einfachen Grundlagen kann man dann schon einfache Schaltungen entwickeln und aufbauen. Außerdem lernt man am Anfang zu löten und mit Widerständen zu rechnen.

Hier sind noch ein paar Beispiele was wir in der Ausbildung bei der Firma Helbako alles machen:

Bereits im 4. Monat meiner Ausbildung haben wir ein größeres Projekt für die Firma übernommen. Wir mussten ein Prüfgestell erstellen und zusammenbauen, wofür wir einen Monat Zeit hatten. Es war schön zu sehen, wie viel man mit so einer kurzen Ausbildungszeit schon erstellen und bauen kann. Wir haben auch mehrere Versuche mit bestimmten Bauteilen durchgeführt und darüber Messprotokolle erstellt. Bei unserem jetzigen Projekt bauen wir uns ein Netzteil zusammen. Dafür müssen wir Dokumente mit den bestimmten Anforderungen die uns gegeben wurden erstellen und Bestelllisten erstellen. Außerdem müssen wir die benötigte Schaltung selbst entwickeln und zeichnen. Am Ende müssen wir das Gehäuse mit der Schaltung und den fertig gebohrten Frontplatten zusammenbauen und verkabeln. Das Gehäuse wird danach noch geprüft, ob es sicherheitstechnisch in Ordnung ist. Nach der Ausbildung bestehen natürlich noch viele Möglichkeiten zur Weiterbildung.

Viele Grüße

Kristina Kruse

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