Was tun bei (Cyber)-Mobbing?

image001Mobbing ist eine extreme Form aggressiven Verhaltens. Aggression ist nicht per se schlecht. Sie zeigt sich im Zusammenleben zwischen Menschen häufig dann, wenn grundlegende Bedürfnisse verletzt werden. Gelingt es, darüber ernsthaft ins Gespräch zu kommen, kann Aggression konstruktiv genutzt werden. Bei Mobbing ist genau das nicht der Fall, denn bei Mobbing werden Einzelne systematisch und langfristig ausgegrenzt, niedergemacht, zerstört. Mobbing birgt enormes Schädigungspotenzial. Das zeigen die Folgen für die Opfer, aber auch die Tatsache, dass bei Mobbing-Opfern ähnliche neurobiologische Prozesse feststellbar sind wie bei Menschen, die Todesangst erleiden. Die Ausweitung der Kommunikation auf den digitalen Raum hat die Brisanz von Mobbing deutlich verschärft. Täter können sich jederzeit, anonym und mit einfachen Mitteln an ein riesiges „Publikum“ wenden. Opfer können sich den Attacken kaum entziehen. Es entstehen ungeheure, quasi kontrollfreie Räume. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen: Mobbing zwischen Kindern und Jugendlichen findet meist im Kontext Schule statt oder beginnt zumindest dort, also an einem realen Ort. Diesem Ort haftet ein Zwangscharakter an, weil an ihm Menschen in nicht freiwillig gewählten Gruppen zusammenleben. Umso wichtiger ist es deshalb, das Augenmerk noch mehr auf eben dieses Zusammenleben und damit den Erziehungsauftrag von Schule zu lenken. Die meisten Hilfskonzepte, Manuale und Programme zum Thema Mobbing beschränken sich auf Prävention – angemessene Methoden zur Intervention fehlen weitestgehend. Folglich werden im Akutfall entweder Methoden herangezogen, die für Prävention entwickelt wurden, oder es wird aus Mangel an Interventionsmöglichkeiten wenig bis nichts unternommen. Dieses Handbuch bietet neben Grundlagen zum Thema Mobbing verschiedene Interventionsmöglichkeiten. Darüber hinaus werden Einblicke in ein sehr differenziertes Systemisches Konfliktmanagement gewährt. Ein enorm wichtiger Ratgeber zu einer bedrängenden Problematik!

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Beitrag veröffentlicht unter CC-BY-SA/Quellen: www.klicksafe.de & www.konflikt-kultur.de

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