Zehn Tipps für den Start in den Schüleraustausch

Amerika – so vertraut und doch so anders…

Foto: Carl Duisberg Centren
Foto: Carl Duisberg Centren

Bald ist es soweit – für die diesjährigen Austauschschüler steht die Ausreise kurz bevor. Die meisten von ihnen zieht es in die USA. Höchste Zeit, sich mit den Sitten und Gebräuchen ihres Gastlandes vertraut zu machen. Julia Laufhütte, Bildungsberaterin USA bei den Carl Duisberg Centren, gibt Tipps für einen gelungenen Aufenthalt:

New Friends    

Amerikaner sind in der Regel offener und kontaktfreudiger als Deutsche, Neuankömmlinge sind daher nie lange allein. Trotzdem entwickeln sich enge Freundschaften auch dort nicht einfach so. Hab Geduld – gut Ding braucht Weile!

English only

Auch wenn es anfangs leichter ist, sich mit anderen Austauschschülern anzufreunden – such dir auch einheimische Freunde und sprich so wenig Deutsch wie möglich. So signalisierst du Interesse und gehörst schnell mit dazu.

Hausregeln akzeptieren

In amerikanischen Familien sind die Regeln für einheimische wie ausländische Jugendliche meist strenger als in Deutschland, so etwa bei den Ausgehzeiten. Diskutieren ist eher unüblich – akzeptieren heißt hier die Devise. Es ist ja nur für eine begrenzte Zeit…

Be part of the family

Tagsüber bleiben in amerikanischen Häusern die Zimmertüren offen. Auch wenn der Tag anstrengend war – nutze nach der Schule die Gelegenheit, am Familienleben teilzunehmen: das signalisiert Offenheit und Kontaktfreude.

Kirche als Treffpunkt

Die Kirche ist vor allem in ländlichen Gegenden ein wichtiger Bestandteil des amerikanischen Alltags. Das Gemeindeleben bietet auch Nicht-Kirchgängern eine gute Gelegenheit, vor Ort neue Leute kennen zu lernen.

Auto: das A und O

Das Auto ist den Amerikanern ein ständiger Begleiter. Insbesondere in ländlicheren Regionen gibt es wenig öffentliche Verkehrsmittel, kaum etwas wird zu Fuß erledigt. Schließ dich Fahrgemeinschaften an – zusammen sind die Wege nur halb so lang!

School-Spirit

Amerikanische Schüler identifizieren sich stark mit ihrer Schule; es gibt ein großes Gemeinschaftsgefühl. Lehrer stehen nach dem Unterricht gerne für Fragen oder Sport- und Freizeitaktivitäten zur Verfügung. Von diesem Wir-Gefühl profitieren auch ausländische Gastschüler. Durch aktive Teilnahme am vorhandenen Freizeitangebot gehörst du schnell mit dazu

Sandwich-Technik

Amerikaner empfinden offene Kritik als verletzend, ein direktes „Nein“ ist nicht üblich. Hier hilft die Sandwich-Technik: Positives vorweg stellen, Kritik milde formuliert einfließen lassen und das Gespräch positiv beenden.

No drugs

Vorsicht bei Alkohol und Drogen: In Amerika gelten dazu strengere Regeln als in Deutschland: Deshalb Finger weg – sonst ist der High School-Aufenthalt schnell zu Ende.

Alltag ganz neu

Als neues Familienmitglied auf Zeit hast du die Möglichkeit, Teil des Lebens in einer anderen Kultur zu werden. Lerne den Alltag in deiner Gastfamilie so kennen, wie er ist und erwarte nicht, dass sie ihr Leben für dich umkrempelt. Mit realistischen Erwartungen fühlt sich das fremde Land schon bald wie ein zweites Zuhause an.

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