Ausbildung in der Filmbranche

Berufe in der Filmbranche
Copyright 2003, Klaus Pahl

Die Filmbranche, und zu Film gehören natürlich nicht nur Kino- sondern auch Fernsehfilme und Serien, ist von der Ausbildungsseite her relativ ungeordnet.

Berufe:

Zu den künstlerisch-kreativen Berufen zählen Autor, Komponist, Regie, Kamera, Szenenbild, Kostümbild, Maskenbild.

Die technisch-organisatorischen Gewerke agieren „hinter der Kamera“ wie z.B.: Beleuchter, die Kamerabühne und die Baubühne, Assistenten, Produktionsleitung, Aufnahmeleitung, Fahrer usw..

Und dann ist da noch die Gruppe der Mitwirkenden vor der Kamera: Die Schauspieler, Kleindarsteller und Komparsen.

Zur Ausbildung:

Da die (Teil)branche relativ klein ist, baut die Qualifizierung häufig auf allgemeinere Ausbildungen auf: Eine kaufmännische Ausbildung ist zum Beispiel eine notwendige Grundlage für den Beruf Produktionsleiter oder Filmgeschäftsführer. Ein Schreiner hat gute Voraussetzungen für den Beruf der Baubühne, eine Elektriker hat als Quereinsteiger zum Beleuchter gute Chancen. Lehrberufe wie Mediengestalter Bild und Ton bieten eine hervorragende Basis, sich als DIT, Tontechniker oder Kameraassistent und Kameramann weiterzubilden. Allerdings gibt es Bildungsinstitute verschiedenster Art, die wir im weiteren Text nennen wollen.

Soziale Lage:

Die Beschäftigungslage ist zum Teil prekär. Da die Filmschaffenden in erster Linie projektbezogen arbeiten, d.h., Verträge für die Dauer der Produktion eines Films oder eine Serienstaffel eingehen, sind sie sehr von der allgemeinen Auftragslage abhängig. Zwischen den Aufträgen sind die meisten arbeitslos, und die Anwartschaftszeiten reichen oft nicht aus, Arbeitslosengeld zu bekommen. Die Arbeitstage sind häufig sehr lang – der Tarifvertrag geht von 50 Wochenstunden und einer maximalen Tagesarbeitszeit von 13 Stunden aus. Diese können nicht immer eingehalten werden. Zusammen mit der Tatsache, dass oft nicht an dem Ort gearbeitet wird, an dem man wohnt, führt das häufig zum Verlust von sozialen Bindungen.

Bezahlung:

Die Gagen sehen auf den ersten Blick sehr hoch aus (Link zum Tarifvertrag FFS). Allerdings muss man bedenken, dass man zwischen den Verträgen meist von dem Ersparten leben muss.

Fazit:

Junge Menschen, die unabhängig sind und gelernt haben, ihr Geld zusammenzuhalten, die immer lernbereit und einsatzfreudig bleiben, finden sicher einen guten Zugang zur Filmbranche und damit zu einem abwechslungsreichen, interessanten und oft auch kreativen Beruf. Wichtig ist jedoch, sich beizeiten weiterzubilden und einen Platz in einem funktionierenden Team zu finden.

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