Bumerangwerfen

Bumerangwerfen ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein faszinierender Freizeitspaß. Parallel dazu hat sich der Bumerangsport als Wettkampf- und Leistungssport mit festem Regelwerk entwickelt. Für die einzelnen Disziplinen finden ganz spezielle Bumerangs Verwendung, die in der Regel von den Wettkämpfern selbst hergestellt werden.

Der DBC

Der Deutsche Bumerang Club hat sich zum Ziel gesetzt, den Bumerangsport zu fördern, zu verbreiten und insbesondere die Jugend an diesen Sport heranzuführen. Wir wollen dieses u.a. durch Ausstellungen, Schauvorführungen, Workshops, Lehrgänge, Medienarbeit und nicht zuletzt durch die Veranstaltung von Bumerangwettkämpfen erreichen. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit Fortbildungen für Lehrer, Jugendleiter, Animateure usw. zum Thema Bumerangsport zu vermitteln und ggf. auch zu organisieren. Aktuelle Informationen über diesen Sport finden sie unter http://www.bumerangclub.de

Thema Bumerang

Was früher von der Ureinwohnern Australines zur Jagd benutzt wurde, kehrt heute als Spiel- und Sportgerät zurück. Allerdings gleicht der ursprüngliche Jagdbumerang kaum noch dem heutigen Sportgerät. Unsere Sportgeräte haben mit den Jagdgeräten der Naturvölker, aber auch mit den schon vor Jahrtausenden bekannten Rückkehrbumerangs kaum mehr als den Namen gemeinsam.

Nichtrückkehrende Jagdbumerangs

Wer an einen Bumerang denkt, der hat sofort einen flachen “Kleiderbügel” aus Holz vor Augen. Genau dieser Bumerang wurde von den Aborigines zur Jagd benutzt. Seine Flugbahn ist gerade und flach. Der moderne Bumerang mit seinen “Armen” ist kaum noch als solcher zu erkennen. Er kehrt in einer ellipsen- oder kreisförmigen Flugbahn zurück – vorausgesetzt, die Wurftechnik stimmt.

“Arbeit, Sport und Spiel”

Offensichtlich waren die australischen Ureinwohner beim Erlegen ihrer Beute sehr zielsicher, denn im Gegensatz zum traditionellen und zum modernen Sportbumerang kehrt der Jagdbumerang nicht zu seineman Besitzer zurück, wenn er sein Ziel verfehlt. Zum Spielen eignet sich “der Traditionelle” am besten. Hergestellt wird er aus verschiedenen Hölzern. Er ist etwa 50 Zentimeter lang, wiegt bis zu 90 Gramm, und sein Ellbogen-Winkel liegt zwischen 90 und 145 Grad. Er kann bis zu 50 Meter weit fliegen.
“Der Sportliche” wird aus Kunststoff oder Sperrholz hergestellt. Er ist nur 25 bis 45 Zentimeter klein und wiegt je nach Verwendungszweck 30 bis 150 Grarnm. Es gibt ihn mit zwei bis Sechs Flügeln. Je nach Ausführung fliegt das gute Stück 20 bis 100 Meter weit.

Moderne Sportbumerangs

Bumerangs selbst herstellen
Besonders geeignet ist finnisches Birkensperrholz (“Flugzeugsperrholz”) mit einer Stärke von 3 bis 5mm. Dieses Holz hat eine enorme Bruchfestigkeit, wenn es aus zwei Holzschichten pro mm besteht. Die Materialkosten für einen Holzbumerangs liegen je nach Holzpreis und Verarbeitungsaufwand (Farben, Lacke usw.) zwischen 1.- und 5.- DM. Die benötigten Werkzeuge und Materialien sind preiswert und zudem – bis auf das Holz – in fast jedem Haushalt vorrätig.

“Wieso fliegt der Bumerang wieder zurück?”

Gute Frage. Die Fachliteratur öffnet jedem Physik- und Mathegenie die Augen, unsereins erfreut sich weiterhin am wundervollen Geheimnis des Flugkörpers. Dennoch, wagen wir einen Versuch, Grundlegendes zu klären: Ein Rückkehrer-Bumerang hat ein Profil, das Auftrieb erzeugt. Dabei ist der Auftrieb umso höher, je schneller die Luft über das Profil streicht. Beim Abwurf wird der Bumerang in Vorwärts- und Rotationsbewegung versetzt. Der jeweils obere Flügel hat eine höhere Gesamtgeschwindigkeit (Vorwärts- und Rotationsgeschwindigkeit) als der untere und daher auch mehr Auftrieb. Dann kippt der Bumerang (gemäß dem Kreiselgesetz) von rechts nach links bzw. bei Linkshändern umgekehrt und wird dadurch in die Kreisbahn gezogen – und kehrt zurück.

Klar, jetzt möchte man auf einem großen Rasenplatz testen, ob das mit dem Zurückfliegen tatsächlich funktioniert. Dazu braucht man aber einen Bumerang und die passende Wurfanleitung. Was in den Kaufhäusern als Spiel- und Sportgerät angeboten wird, ist nur bedingt flugtauglich. In Drachenmodellbauläden kann man schon mehr Glück haben. Ausserdem bekommt man vom DBC auch Adressen von seriösen Herstellern. Der Preis für einen guten Bumerang liegt bei 20 bis 45 Mark.
Informationen zu Bezugsquellen: http://www.bumerangclub.de/kontakt.php3

Linkshänder-Tip

Achtung, liebe Linkshänder: Bei euren Bumerangs müßt ihr darauf achten, daß das Vorder- und das Hinterkantenprofil andersherum sein müssen. Die Bumerangs fliegen dann in der entgegengesetzten Flugrichtung.

Weitere Informationen

Deutscher Bumerang Club e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Dietmar Reinig

Hohlweg 7
64686 Lautertal
E-Mail: dietmar.reinig@bumerangclub.de

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