Die richtige Zusammenstellung von Bewerbungsunterlagen will gelernt sein

Gerade die ersten Bewerbungen sind für junge Leute besonders schwierig. Nicht nur, dass es grundsätzlich natürlich jede Menge Arbeit ist, zu recherchieren, wie denn die perfekte Bewerbung auszusehen hat, ganz nebenbei stehen häufig auch die Abschlussprüfungen und -klausuren an. Die doppelte Belastung macht es also nicht einfacher, sich ausführlich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Wir möchten in diesem Artikel einmal zusammenfassen, welche Unterlagen überhaupt zu einer guten Bewerbung dazugehören und welches die wichtigsten Fakten sind.

Ansprechendes Bewerbungsfoto

Ein Foto ist keinesfalls Pflicht. Jedoch stellt es den Erstkontakt zwischen Bewerber und Personalverantwortlichem dar. Wie man über den ersten Eindruck so schön sagt: Die ersten sieben Sekunden sind entscheidend. Das gilt auch für das Foto.

Im Idealfall gibt es auf der Internetseite des Unternehmens bereits Fotos von Mitarbeitern. Richtet man sich bei der Wahl des Hintergrundes, der Kleidung und des Gesichtsausdruckes danach, so wird dem Betrachter unterschwellig suggeriert, dass man gut in den Kollegenkreis passt. Werden allerdings mehrere Bewerbungen geschrieben, ist es selbstverständlich nicht zweckmäßig, für jedes Schreiben ein anderes Foto anfertigen zu lassen. In dem Fall reicht natürlich auch ein Standardfoto völlig aus. Saubere Kleidung im Casual-Business-Stil, eine gepflegte Frisur und ein gewinnendes Lächeln sollten jedoch für jedes Foto Pflicht sein. Im Internet gibt es Anbieter von verschiedenen Designs, mit deren Hilfe sich eine sehr professionelle und grafisch ansprechende Bewerbung erstellen lässt. Das Foto kann hier automatisch in den Lebenslauf importiert werden. Wer ein gesondertes Deckblatt für die Bewerbung erstellen möchte, kann das Foto auch hier einfügen. Der perfekte Ort für ein Deckblatt ist zwischen dem Anschreiben und den restlichen Bewerbungsunterlagen.

Das Anschreiben – die Visitenkarte des Bewerbers

Das Bewerbungsschreiben ist mehr als nur ein Begleitbrief. Es sollte sowohl die positiven Eigenschaften des Erstellers als auch die Motivation für die Bewerbung klar hervorheben. So sollte neben dem Grund für die Wahl dieses bestimmten Unternehmens auch die Entscheidung für die jeweilige Tätigkeit erläutert werden. Individualität ist beim Anschreiben das Schlüsselwort. Es muss sich deutlich von anderen abheben, darf dabei aber nicht zu ausgefallen sein. Handelt es sich allerdings um einen kreativen Job, kann man auch mal ein wenig verrückt sein. Lediglich die Reihenfolge Qualifikationen vor SoftSkills sollte unbedingt eingehalten werden.

Der Lebenslauf – tabellarisch oder ausführlich?

Gerade den Lebenslauf betreffend haben sich die Anforderungen in den letzten Jahrzehnten enorm gewandelt. Noch vor 30 Jahren haben es viele Personalverantwortliche als unhöflich empfunden, einen tabellarischen Lebenslauf zu bekommen. Außerdem konnte von einem ausführlichen, bestenfalls sogar handschriftlichen Schreiben viel besser auf die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und den Fleiß des Bewerbers geschlossen werden.

Heutzutage ist es jedoch üblich und gewünscht, lediglich einen tabellarischen Lebenslauf beizufügen. Dieser enthält neben den persönlichen Daten, wie z. B. Name, Anschrift und Geburtsdatum, auch die bisherige schulische und berufliche Laufbahn. Bei der Ordnung der Einträge hält man sich am besten an die chronologische Reihenfolge, allerdings ohne die Kategorien zu vermischen. Angefangen bei der schulischen Laufbahn bis zum Schulabschluss. Kam später noch ein Schulbesuch hinzu, zuvor aber beispielsweise noch eine Berufsausbildung, so gehört dennoch die Ausbildung erst in die nächste Kategorie. Auf die Ausbildung folgt die Berufserfahrung. Hier gehören auch alle kleineren Tätigkeiten hinein, also auch Nebenjobs und Teilzeitbeschäftigungen.

Den Abschluss bilden dann die Zusatzqualifikationen. Unter dem Oberbegriff „Kenntnisse und Fähigkeiten“ können theoretisch sämtliche erworbene Qualifikationen angegeben werden. Dennoch sollte sich jeder Bewerber gut überlegen, ob ein Wochenendkurs in Ausdrucksmalerei wirklich in den Lebenslauf gehört – wenn man sich nicht gerade als Leiter für einen solchen Kurs bewerben möchte. Kurse und besuchte Seminare, die irgendwie für den Job nützlich sein könnten, sollten allerdings unbedingt erwähnt werden. Das Zauberwort im Lebenslauf ist aber „lückenlos“. Gibt es also eine Zeit, in der ausschließlich ein unwichtiger Kurs besucht wurde, muss dieser unbedingt angegeben werden. Lücken im Lebenslauf machen Personaler grundsätzlich misstrauisch, da es so aussieht, als sollten negative Dinge verschwiegen werden.

Anhänge – wie viele sind nötig?

Bei den Anhängen sollte noch sorgfältiger aussortiert werden als bei den Angaben im Lebenslauf. Denn bei vielen Dingen reicht es, wenn der Arbeitgeber weiß, dass man z. B. grundlegende Fertigkeiten erworben hat. Ein besuchtes Seminar zum Erlernen von Deeskalation am Telefon kann also im Lebenslauf erwähnt werden, muss aber nicht mit einem Zertifikat nachgewiesen werden. Wichtig sind daher vor allem die „harten Fakten“ wie Schulabschlusszeugnisse, Berufsausbildungszeugnisse und vor allem Arbeitszeugnisse vorheriger Arbeitgeber. Diese Nachweise sind nötig, um den Bewerber bei den zuständigen Kammern oder Berufsgenossenschaften anzumelden oder eintragen zu lassen und damit sich der Verantwortliche ein Bild von den Fähigkeiten und der Arbeitsmoral des Erstellers machen kann. Da auch Unternehmen ungern zu umfangreiche Bewerbungen auswerten möchten, werden normalerweise in Stellenanzeigen bereits die einzureichenden Unterlagen genau benannt. Wer hier unsicher ist, kann vorher auch einfach einmal im Unternehmen anrufen und nachfragen. Dies kann ebenfalls einen guten Eindruck machen und so schon einmal einen Vorteil gegenüber den anderen Bewerbern bedeuten.

Weitere nützliche Hinweise zu Anhängen finden Sie hier.


Gastbeitrag der Synatix GmbH

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