Hörakustiker – mein Erfahrungsbericht

Mein Name ist Sven, ich bin 21 Jahre alt und Auszubildender im 2. Lehrjahr im Bereich der Hörakustik. In meiner schulischen Laufbahn habe ich die Fachoberschulreife abgeschlossen.

Nach der Schule habe ich ein Orientierungsjahr absolviert. In dieser Zeit habe ich diverse Praktika gemacht, um mich in der Berufswelt umzusehen.

Ein Praktikum habe ich im Bereich der Hörakustik beim HörTeam in Düsseldorf abgeschlossen. In meinem Praktikum wurde mir aufgezeigt, wie vielseitig und interessant dieser Beruf ist, vor allem die Technik fasziniert mich.

Die Aufgabenbereiche eines Akustikers sind breit gefächert. Zum einen gibt es den sozialen Aspekt, dem Menschen zu helfen und ihnen die Lebensqualität wiederzugeben.Die Vielseitigkeit der Kunden ist etwas ganz Besonderes: vom kleinen Baby bis zur Uroma versorgen wir alle und geben ihnen somit einen ihrer Leitsinne wieder.

Auf der anderen Seite ist die Hörakustik ein Handwerk, indem man angepasste Ohrpassstücke fertigt und bearbeitet. Dafür wird zuerst die Abformung vom Kundenohr genommen, anschließend wird eine Negativform erstellt, also eine Nachstellung des Ohres und Gehörganges. Diese Nachstellung wird dann mit einem Material ausgefüllt, welches unter einer UV-Lampe aushärten muss. Jetzt ist der Rohling erstellt und muss noch mit der Fräse und dem Bohrer in die richtige Form gebracht werden.

Eine der größten Aufgaben ist die Einstellung und Anpassung der Hörsysteme. Da ein Hörsystem nicht nur lauter sein muss, sondern auf die speziellen Hobbies und alltäglichen Tätigkeiten des Kunden angepasst sein soll, muss man sich mit dem Leben des Kunden auseinandersetzen, um das Gerät richtig für ihn einzustellen. Wenn ein Kunde beispielsweise erzählt, dass er beruflich Taxifahrer ist und in seiner Freizeit viel Fahrrad fährt, so sollte das Hörsystem zum einen die Möglichkeit bieten, dass insbesondere die Sprache von der Rückbank und dem Beifahrersitz aufgenommen und verstärkt wird, aber auch starke Windgeräusche unterdrückt werden.

Die Landesberufsschule für Hörakustik ist in Lübeck. Ich habe Blockunterricht, das bedeutet, dass ich manchmal ein paar Monate arbeite und dann mal drei Wochen, mal sechs Wochen in Lübeck zur Schule gehe. In Lübeck sind alle Auszubildenden aus ganz Deutschland, man lernt also viele Menschen von den verschiedensten Orten kennen. Die Schule hat diverse Schlafmöglichkeiten und bietet in der Mensa täglich etwas leckeres zu Essen an.

Ich kann also nie von einem gewöhnlichen Alltag sprechen, da jeder Tag bei mir anders ist.

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