Hotelfachmann — mein Erfahrungsbericht

Hotelfachmann — mein Erfahrungsbericht Berufsbilder Erfahrungsberichte Hotellerie- und Gastronomie
Foto: pixabay.com

Ich habe meine Ausbildung zum Hotelfachmann im Jahr 2008 im RadissonSAS in Düsseldorf angefangen.
In dieser Branche stehen Flexibilität und der Umgang mit Leuten im Vordergrund.

Als ich in der Oberstufe das letzte Jahr hatte, wusste ich noch gar nicht was ich machen sollte. Ursprünglich hatte ich vor mein Abitur erfolgreich zu beenden allerdings war mein Optimismus größer als der Realismus, der mich am Ende der 12 auf den Boden holte und mir klar machte, dass ich nun mehr kein Abitur schaffen kann.
Allerdings war mein Oberstufenleiter nicht so planlos wie ich und meinte ich soll einen Beruf suchen der meine gute Eigenschaften fördert.

Somit stellten sich mehrere Alternativen zur Auswahl, die ich mit meinem Vater, wie in einer Art des Ausschussverfahrens ausgesucht hatte und zum guten Schluss blieb die Hotellerie übrig.
Ich hab mich sehr gefreut als ich meine Zusage für die Ausbildungsstelle bekam und wusste das ich nach den Sommerferien ein Job habe.

Als die Sommerferien zu ihrem Ende kam startete meine Ausbildung und mein Leben in der Gastronomie.
Harte Arbeitszeiten und viele Überstunden habe ich vorher zu hören bekommen. Doch Gott sei dank gibt es in unserem Hotel einen Betriebsrat der dies zu vermeiden versucht und das klappt in der Regel auch.
Mittlerweile bin ich in meinem achten Ausbildungsmonat angekommen und ich bereue immer noch nicht in diese Branche eingestiegen zu sein. Trotz der Schichtarbeit und vor allem die Arbeitstage am Wochenende hat man während der Arbeit viel Spaß. Dieser kommt vor allem durch die Kollegen.
Die Leute in der Gastronomie sind alle, wirklich alle, nett, offen und ein wenig freakig.
Natürlich gibt es auch Tage an denen alles Scheiße läuft aber das ist in jedem Beruf so. Es kann nicht immer alles super laufen, soll es auch nicht.

Ein weitere Punkt der mir zusagt ist, dass  man in jeden Bereich des Hotelgewerbes reinkommt. Sei es der Service oder den Einkauf bis hin zur Logistik und Housekeeping. So dass man nach der Ausbildung in vielen Abteilungen war und somit eine große Auswahl an Möglichkeiten hat.

Ein Nachteil des Services ist, dass man acht Stunden ununterbrochen steht und geht. Das schlägt die ersten Wochen aufs Gemüt und man möchte sehr viel schlafen. Aber mit der Zeit kommt die Gewohnheit.
Meine späteres Berufsziel habe ich mir schon gesetzt.

Ich möchte diesmal wirklich meine Ausbildung erfolgreich abschließen, um danach zu studieren.
Was, das werde ich mir noch überlegen. Entweder directoring Management, Tourismusmanagement oder F&B Management. Auf jeden Fall etwas, was mich näher an mein Ziel Director zu werden bringt.

Vielleicht habe ich ja in 10 Jahren mein eigenes Hotel mal schauen oder ich entscheide mich doch noch um, man weiß ja nie was kommt vor allem nicht in 4 Jahren. Aber eine Vorstellung habe ich schon und das ist das wichtigste um arbeiten zu können.

Karsten

Mehr erfahren!

Leave a reply