Ich packe meinen Koffer für den Schüleraustausch nach Kanada

Es ist schon sehr aufregend, mehrere Monate ohne die eigene Familie im Ausland an die Schule zu gehen. Sicher hast Du viele Fragen, bevor es losgeht. Komme ich mit der Gastfamilie gut klar? Wie halte ich den Kontakt zu meinen Eltern und Freunden in Deutschland? Und was nehme ich bloß alles mit? Keine Sorge, so wie Dir geht es auch vielen anderen Austauschschülern. Für diese und andere Fragen rund um ein Highschool Year in Kanada gibt es das neue Portal. Hier erfährst Du für die tollste Zeit Deines Lebens viel Wissenswertes über einen Schulbesuch in Kanada. In dieser Schuldatenbank kannst Du Dir selber oder zusammen mit Deinen Eltern Deine Traumschule aussuchen, in der für Dich schönsten Region in Kanada. Nutze die vielen Infoseiten des Portals zu wichtigen Themen wie Land, Leute, Schulsystem und zur Organisation Deines High-School-Year. Auf den Service-Seiten findest Du nützliche Tipps zu Kosten, zu einem Stipendium, zum Visum, zu Flügen, bevor Du Dich an einer der vielen im Portal – teils mit Fotos und Videos beschriebenen -öffentlichen Schulen bzw. Bezirken oder privaten Internatsschulen in Kanada per Formular bewirbst.

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Das Praktische zuerst: Ich packe meinen Koffer…

… und lasse am besten die Hälfte zuhause. Fast alle Austauschschüler stellen im Gastland fest, dass sie einen großen Teil der mitgebrachten Kleidungsstücke gar nicht brauchen. Die nordamerikanischen Modetrends unterscheiden sich meisten von denen in Deutschland. Am besten versuchst Du Dich beim Packen auf das Nötigste zu beschränken. Übrigens darf der kanadische Winter nicht unterschätzt werden: Richtig warme Winterkleidung kaufst Du am besten vor Ort. Die ist meist sperrig, und die Airlines nehmen nur maximal 23 Kilo mit. Neben einem kleinen Satz eigner Pflegemittel, Wäsche, Jeans, Pullis und Shirts, etwas zur Unterhaltung, sollten alle Deine Wertsachen und Kleidung zum Wechseln sowie nötige Medikamente ins Handgepäck. Denn es kommt immer mal vor, dass der Koffer erst nach Dir ankommt. Außerdem sollte folgendes ins Handgepäck: Geld (Euro und kanadische Dollar), etwas Münzgeld, Kredit-/Bank- undVersicherungskarte und Dein Impfpass, Ausweispapiere, Visum/Study Permit, alle Bestätigungen zum Schulbesuch, Flugtickets mit Flugplan und ein Zettel mit wichtigen Telefonnummern von zu Hause und der Gastfamilie, der Betreuer und Schule.

So bitte nicht:

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Taschengeld? Wie komme ich in Kanada an Bares?

Bisher gibst Du meist Dein Taschengeld nur für private Zwecke aus. Bei einem Auslandsjahr verwaltest Du Dein Geld selber. Für die Verpflegung musst Du dieses Geld nicht ausgeben, weil die Gastfamilie oder die Schule in Kanada dafür sorgen. Aber für die Schul-Cafeteria, fürs Eis und alle anderen persönlichen Wünsche muss das Taschengeld herhalten.

Generell lässt sich sagen, dass zu Beginn ein finanzielles Polster für verschiedene Anschaffungen wie Drogerieartikel und ein paar Kleidungsstücke sinnvoll ist. Ein Skipass, ein Busticket oder ein kostenpflichtiger Ausflug können in den ersten Tagen ins Geld gehen. Ansonsten reichen in der Regel 200 bis 300 kanadische Dollar für einen Monat aus.

Wir empfehlen, eine kleinere Summe Bargeld in kanadischen Dollars bei der Einreise dabeizuhaben. Doch wie kommst Du danach ans Taschengeld? Schließlich sind Überweisungen ins Ausland teuer, und als Minderjähriger darfst Du noch kein Konto eröffnen. Die Hausbank Deiner Eltern kooperiert vielleicht mit einer kanadischen Bank und kann günstige Konditionen anbieten. Bewährt haben sich aufladbare Kreditkarten. Deine Eltern laden das Konto per Dauerauftrag monatlich mit einer bestimmten Summe auf. Von diesem Konto kannst Du online und im Geschäft bezahlen sowie an Bankautomaten abheben.

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Handy, Skype & Co.

Der Kontakt zu Deutschland soll natürlich nicht abreißen. Wenn Dein Smartphone ein Triband- oder Quadband-Handy ist, kein SIM-Lock hat und für das Ausland freigeschaltet ist, kannst Du es mit nach Kanada nehmen und dort nutzen. Sprich am besten mit Deiner Gastfamilie, über welche Kanäle man in Deiner Umgebung üblicherweise kommuniziert – vielerorts sind noch SMS üblicher als WhatsApp. Vielleicht macht es Sinn, eine kanadische Prepaid-Karte zu besorgen oder eine kanadische bereits in Deutschland zu erwerben, damit Du gleich nach der Ankunft zu Hause Bescheid geben kannst. Es kann auch sein, dass im Telefon-Gemeinschaftsvertrag Deiner Gastfamilie noch ein Platz übrig ist.

Mit den Daheimgebliebenen lässt es sich in W-LAN-Hotspots oder über Messenger-Dienste wie WhatsApp, Facebook oder Skype quatschen.

Das Leben in der Gastfamilie: So werden aus Fremden richtig gute Freunde

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Bild: Fotolia.com

Warum nimmt eine Familie einen Gastschüler oder eine Gastschülerin aus einem anderen Land bei sich auf? Sie tut es aus dem gleichen Grund, aus dem Du dich für einen Auslandsaufenthalt interessierst. Sie möchte neue Erfahrungen machen, eine andere Kultur kennenlernen und ihre eigene Kultur vermitteln. Kanadier sind stolz auf ihr Land und freuen sich, anderen Menschen ihr Zuhause, die kanadische Natur und ihre Lebensweise näherzubringen. Viele haben nicht die Zeit oder die Möglichkeiten, in andere Länder zu reisen. Gerade deutsche Austauschschüler sind bei den Gastfamilien beliebt, denn sie haben bereits gute Sprachkenntnisse und gelten als offenherzig und freundlich. Die Gastfamilien erhalten eine Aufwandsentschädigung, denn die Lebenskosten sind in Kanada relativ hoch – gerade Lebensmittel sind vergleichsweise teuer.

Empfehlenswert ist es, schon vor der Abreise mit der Gastfamilie E-Mails auszutauschen oder, noch besser, zu skypen. Spätestens, wenn Du die Familienmitglieder erst einmal persönlich kennengelernt hast, verschwinden mögliche Unsicherheiten wie von selbst.

Du solltest gleich in der ersten Zeit herausfinden, welche Erwartungen die Gasteltern an Dich haben. Gibt es bestimmte Familienregeln? Sollst Du Deine Wäsche selbst waschen und wenn ja, wie funktioniert die Waschmaschine? Darfst Du Dich am Kühlschrank bedienen? Musst Du zu bestimmten Uhrzeiten zu Hause sein? Es ist gut, solche Dinge direkt am Anfang zu klären, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Selbstverständlich solltest Du Dich insgesamt höflich, hilfsbereit und interessiert an den Familienaktivitäten zeigen. Einige Gewohnheiten der Gastfamilie werden Dir vielleicht ungewöhnlich vorkommen. So ist es in Nordamerika ganz normal, dass der Fernseher ununterbrochen läuft, auch wenn niemand auf das Programm achtet. Manche Familie lassen in allen Räumen das Licht an, beten vor dem Essen oder erwarten, dass Du Freunde im Wohnzimmer empfängst. Respektiere diese Gewohnheiten und Regeln und betrachte sie als Teil der Erfahrung.

Probleme mit der Gastfamilie: Wenn Du Dich bei deiner Gastfamilie nicht wohlfühlst, solltest Du mit Deinem Betreuer oder Deiner Betreuerin sprechen. Vielleicht handelt es sich um ein Missverständnis, und er oder sie können vermitteln. Notfalls muss ein Gastfamilienwechsel organisiert werden.

Alltag und Aktivitäten mit der Gastfamilie: Mach einfach von Anfang an mit -im kanadischen Alltag genauso wie auch bei den spannenden Freizeitaktivitäten. Wenn alles gut läuft, wirst Du mit Deiner Gastfamilie vielleicht sogar eine zweite Familie und Freunde fürs Leben finden. Und das ist eigentlich der Regelfall in Kanada.

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MyStudyChoice ist eine Informationsplattform rund um das Schulsystem in Kanada. Es spricht Schüler und Eltern an, die sich über ein Auslandsjahr in Kanada informieren möchten. Das Kanada-Schulportal wurde von Thomas Eickel eingerichtet, der seit fast 25 Jahren als High-School-Berater in der internationalen Bildung tätig ist. Er hat hier sein Experten-Wissen zum kanadischen Schulsystem und Land zusammengestellt.

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Beatrix Polgar-Stüwe

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