Karriere in der Pflege – so kann es gehen

Foto: Darko Stojanovic, pixabay.com

Die Pflege ist ein weit gefächerter Bereich und die Berufe, die er abdeckt, genauso vielfältig wie die Menschen, die in ihm beschäftigt sind. Auch wenn alle dasselbe Ziel haben – dem Patienten zu Gesundheit und Lebensqualität zu verhelfen – hat jeder doch seine eigenen Stärken und bringt seine individuellen Fähigkeiten mit in den Berufsalltag.

Durch die Spezialisierung in einem bestimmten Bereich steigt meist nicht nur das Wissen und der Wert im Job, sondern auch das Gehalt.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung in der Pflege die zum gewünschten Aufgabengebiet passen und die Kenntnisse und Strategien vermitteln die einen Experten ausmachen.

Sie sind der Schlüssel um auch ohne akademischen Abschluss oder ohne Studium eine Karriere zu machen die sich sehen lässt.

Wann macht eine Weiterbildung Sinn?

Nach Abschluss der Ausbildung im Pflegebereich und einigen Jahren der Tätigkeit im Beruf bildet sich oft der Wunsch nach frischem Wind, einem Aufstieg auf der Karriereleiter oder einem höheren Gehalt. Vielleicht wurde auch durch vergangene Ereignisse ein neues Interesse geweckt oder ein bislang ungesehener Aspekt des Berufes entdeckt und möchte nun genauer erforscht werden. Ein Studium stellt eine große Entscheidung dar und lässt sich aufgrund des enormen Zeitaufwands nicht immer mit der aktuellen Lebenssituation vereinbaren. Das ist der Punkt, an dem viele das Streben nach Wissen und Karriere begraben und in ihrer beruflichen Position verbleiben.

Die Möglichkeit von Fort- und Weiterbildungen wird oft übersehen oder einfach nur unterschätzt.

An den meisten Hochschulen kann zwischen Voll- und Teilzeit entschieden werden, was die Fortbildung parallel zu Beruf und Privatleben einfach macht. Da sowohl Onlinekurse als auch Kurse an der Hochschule für die Weiterbildung in der Pflege vor Ort angeboten werden, kann jederzeit begonnen werden und die Teilnahme am Lehrgang stellt keine Probleme dar.

Weiterbildung im Bereich der Krankenpflege

 Krankenschwestern und Krankenpfleger werden täglich mit neuen Situationen, Techniken und Problemen konfrontiert, die Möglichkeiten der Medizin werden immer besser und erfordern somit durchlaufend eine Anpassung und Wissenserweiterung.

Eine Weiterbildung, die mit aktuellen Informationen und neuen Fähigkeiten ausstattet, kann da nicht nur den Berufsalltag erleichtern, sondern auch einen Karriereaufstieg ermöglichen.

Beispielsweise kann als Schmerzmanager ein schnelles Verständnis der Gegebenheiten dem Patienten durch die Gabe des richtigen Medikaments unnötige Schmerzen ersparen, der Wundmanager kann durch präzises Wissen den Kollegen die beste Option der Wundversorgung mitteilen und durch vertieftes Wissen in der Hygiene kann die Verbreitung von Krankheiten von Anfang an vermieden werden. Mithilfe einer Fortbildung zum Praxisanleiter / zur Praxisanleiterin kann der Beruf, mitsamt seiner Herausforderungen und deren Bewältigungsstrategien an die zukünftigen Berufseinsteiger erklärt und weitergegeben werden.

Findet die Arbeit auf einem thematisch spezialisierten Bereich statt oder macht die Erweiterung des Verständnisses einer bestimmten Erkrankung oder Thematik aus anderen Gründen Sinn, sind auch dafür ausreichend Kurse zu finden. Themen wie Diabetes, Krebserkrankungen oder Osteoporose sind zurecht viel gefragt.

Durch Weiterbildungen werden neue Strategien, die helfen um in alltäglichen oder gar extremen Situationen im Beruf angemessen zu handeln oder um kulturelle Auseinandersetzungen mit dem Patienten zu umgehen, erlernt.

Auch in ein völlig neues Berufsgebiet kann durch eine Fortbildung eingestiegen werden. Durch beispielsweise die Lehrgänge Case Management und Pflegeberatung wird sich intensiver mit der Vorgeschichte und der aktuellen Situation des Klienten beschäftigt und kritische Punkte werden durch Maßnahmen und Ressourcen stabilisiert.

Sich in der Altenpflege fortbilden

Ein ebenso facettenreicher und herausfordernder Bereich wie die Krankenpflege ist die Pflege unserer älteren Mitmenschen. In der Altenpflege ist oft extreme Vorsicht und erhöhte Sensibilität gefragt. Ob in Wohneinrichtungen oder im Krankenhaus, durch die mit dem Alter kommenden veränderten Konditionen von Körper und Geist ist bei der Pflege von Senioren immer hohe Aufmerksamkeit und Respekt geboten.

So kann eine Weiterbildung im Bereich Demenz den Umgang mit demenziell erkrankten Personen erleichtern und über bestimmte Zeichen aufklären.

In der Palliativpflege verhilft eine Weiterbildung zu mehr Sicherheit und einem emotionalen Verständnis, als auch dazu eine gesunde emotionale Distanz zum Geschehen zu halten. Auch die rechtlichen Fragen rund um das Thema werden in den Kursen geklärt und beugen so Missverständnissen und Unzufriedenheit, beispielsweise im Bereich der Gerontopsychiatrie, vor.

Weitergebildete Fachkräfte sind vor allem in kritischen Bereichen wie der Intensivpflege sehr kostbar und unterstützen die Genesung und Sicherheit des Patienten, aber auch dessen Familie und der Pflegerinnen und Pfleger, enorm.

Jedoch sind auch die offensichtlich scheinenden Bereiche nicht selten gar nicht so offensichtlich und können bei falscher Handhabung zu Komplikationen und unangenehmen Situationen führen.

Daher macht auch eine Weiterbildung im Bereich Nahrungsaufnahme und Ausscheidung genauso viel Sinn wie ein Lehrgang zum Thema Mobilisation und kann durch spezifisches Wissen, nützliche Tricks und die richtige Einstellung nicht nur den Umgang mit dem Patienten erleichtern, sondern auch Fehler und Verletzungen vermeiden.

Aufsteigen ins Management

Eine andere Möglichkeit, die sich durch das Belegen eines Weiterbildungskurses bietet, ist der Aufstieg in die Führungs- und Managementpositionen im Betrieb. Einher kommen mehr Verantwortung im Bereich, ein höheres Ansehen und somit auch mehr Gehalt.

Durch das Erlernen von organisatorischen, wirtschaftlichen und Führungsfähigkeiten öffnen sich bislang verschlossene Türen.

Je nach Interesse, Stärken und Wunschgebiet lässt sich die ideale Fortbildung finden und mit den bereits vorhandenen Kenntnissen aus der Ausbildung im Pflegebereich  und den gesammelten Berufserfahrungen verbinden. Die Optionen hierfür sind vielfältig:

  • Eine Vertiefung in der Sozial- und Pflegewissenschaft ist in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens zu gebrauchen und kann in multiplen Branchen und Bereichen eingesetzt werden.
  • Durch Kenntnisse in Qualitätsmanagement und Organisation kann die Zufriedenheit der Klienten beobachtet und gesteigert werden, was für den Erfolg des Betriebs essentiell ist.
  • Mit der Weiterbildung zur Stations- oder Bereichsleitung wird eine Führungsposition erklommen und mehr Verantwortung und Kontrolle am Arbeitsplatz übernommen. Sogar ein Aufstieg zur Einrichtungsleitung ist durch den dazu gehörigen Lehrgang möglich!
  • Wer sich für rechtliches und Betriebswirtschaft interessiert ist kann auch damit in der Pflege durchstarten und wichtige Positionen einnehmen.

Die Kosten sind von Kurs zu Kurs unterschiedlich und von der Länge und dem Umfang, der Hochschule und dem Themenbereich abhängig. Teilweise wird vom Arbeitgeber sogar eine teilweise oder komplette Kostenerstattung angeboten.

Somit kann jeder eine für sich passende Weiterbildung finden und somit einen ganz individuell passenden und erfolgreichen Karriereweg einschlagen.


Gastbeitrag WBS SCHULEN

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