Patentanwaltsfachangestellte – mein Erfahrungsbericht

Patentanwaltsfachangestellte - mein Erfahrungsbericht Ausbildung Erfahrungsberichte
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Patentanwaltsfachangestellte/r – was macht man da eigentlich? Als ich mich vor zwei Jahren auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz gemacht habe, wusste ich das selber auch nicht so genau. Ich bin eher durch Zufall auf die Stellenanzeige in der Zeitung gestoßen, die mich sofort neugierig gemacht hat, da ich nach einem Beruf gesucht habe, der seinen Schwerpunkt in gesetzlichen Grundlagen hat. Neben der täglichen Arbeit im Büro, einer Patentanwaltskanzlei, besuche ich regelmäßig die Berufsschule, in der der Fokus auf dem gewerblichen Rechtsschutz (u. a. Patentrecht und Markenrecht) liegt. Auch allgemeine Rechtskunde, Rechnungswesen, Wirtschaftslehre und Englisch werden in dieser Zeit gelehrt. Ein fundiertes Grundwissen ist hier sehr wichtig.

Als Patentanwaltsfachangestellte arbeite ich eng mit dem Patentanwalt bzw. der Patentanwältin zusammen. Es werden  mir viele Aufgaben zur selbstständigen Bearbeitung übertragen, auf deren Erledigung sich der Patentanwalt bzw. die Patentanwältin dann auch verlässt, wie die Vorbereitung von Anmeldungen (für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs). Diese werden getätigt, um die Erfindungen, Logos, Namen oder ähnliches von Mandanten zu schützen und ihnen die alleinigen Nutzungsrechte  zu verschaffen. Die Kanzlei begleitet die Mandanten, vertritt sie während der gesamten Laufzeit dieser Schutzrechte und ist dafür verantwortlich, dass der Schutz erhalten bleibt. Ich bin für die Korrespondenz mit den Mandanten und den Ämtern sowie die gesamte Organisation im Büro verantwortlich. Es handelt sich um einen sehr verantwortungsvollen Beruf, den man sehr gewissenhaft ausüben sollte. Da viele Handlungen wichtige Fristen auslösen, ist es sehr wichtig, gut organisiert zu sein. Dabei hilft mir eine Kanzleisoftware, mit der ich jeden Tag die Akten bearbeite. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und fordert mich immer wieder neu, so dass es nie langweilig wird. Außerdem sind gute Englischkenntnisse unabdingbar, da ich oft mit Kollegen im Ausland korrespondiere und sich auch viele wichtige Ämter im Ausland befinden.

In der Kanzlei, in der ich meine Ausbildung mache, COHAUSZ & FLORACK in Düsseldorf, wird extra Englisch-Unterricht für alle Mitarbeiter angeboten, um Kenntnisse im Bereich des Business-Englisch zu erlernen und zu erweitern. Außerdem bietet unsere Kanzlei einen internen Fachkunde-Unterricht an. Hierbei werden die fachbezogenen Grundlagen zum Patent- und Markenrecht mit einer Ausbilderin noch einmal wiederholt und vertieft. Zusätzlich erhalte ich jede Woche einen freien Nachmittag, um den Berufsschulunterricht zu Hause nachzubereiten und für Klausuren zu lernen.

COHAUSZ & FLORACK bildet gerne für den eigenen Betrieb aus. Wenn also eine gute Zusammenarbeit besteht, steht der Übernahme nichts im Wege. Die Kanzlei legt dabei natürlich auch Wert auf gute Noten.

Julia L., Auszubildende im 2. Lehrjahr

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