Seiler/in – was machen die eigentlich?

Als Seiler stellst du Seile, Netze und Taue aus Naturfasern, Chemiefasern und Draht her. Du verarbeitest sie zu Produkten, die höchsten Sicherheitsstandards entsprechen müssen. Seiler arbeiten entweder in der Industrie, wo Seile hergestellt werden oder in einer Seilerei. Denn ob Feinseile aus Stahl für die Mikrochirurgie, Drahtseile für Seilbahnen oder Vordachabhängungen, Rankseile, an denen Kletterpflanzen emporwachsen können oder dicke Taue für Segelboote – die Produkte werden überall gebraucht. Die meisten Arbeitsschritte werden heute an computergesteuerten Maschinen ausgeführt. Aber auch hier ist Fingerspitzengefühl vonnöten. Die Arbeit des Seilers beginnt damit, das Seilgarn bzw. den Stahldraht festzulegen in Verbindung mit der gewünschten Konstruktion, der Schlaglänge bzw. der Geflechtsdichte. Dem folgt das Spulen bzw. Aufstecken, um entweder zu zwirnen, zu flechten, Litzen zu fahren oder Litzen und Seil in einem Arbeitsgang zu fahren. Für die Herstellung von Netzen werden die so gewonnenen Zwirne bzw. Flechtschnüre nochmals aufgespult oder aufgesteckt, um auf der Netzstrickmaschine Netztücher zu fertigen. Die so gewonnenen Endprodukte müssen überwiegend weiterverarbeitet bzw. konfektioniert werden.

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt.

Wenn du dich für eine Ausbildung zum/zur Seiler/in entscheidest, solltest du folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Sorgfalt
  • Kundenorientierung

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