Wasserbauer – mein Erfahrungsbericht

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Mein Name ist Martin Backus, ich bin 23 Jahre alt und ich habe dieses Jahr (Januar 2015) erfolgreich meine Prüfung in Koblenz zum Wasserbauer beim Niersverband abgelegt.
Wie werde ich Wasserbauer / Wasserbauerin?

— Reguläre Ausbildung: Abschluss eines Ausbildungsvertrages über 3 Jahre
— Zulassung als externer / Bundesfachklasse: Langjährig in der Praxis tätige Personen können einen Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung stellen, für diesen Personenkreis existiert eine Bundesfachklasse zur Prüfungsvorbereitung. Die Maßnahme erstreckt sich über 2 Jahre, wobei die Präsenzphasen in Koblenz ca. 10 Wochen im Jahr für schulische und überbetriebliche Ausbildung umfassen.

Ich habe die reguläre Ausbildung des Wasserbauers abgelegt. Ein großer Teil der Arbeit findet draußen im Freien statt und ist sehr abwechslungsreich. Man gestaltet Gewässerverläufe neu (Renaturierung), pflegt die Wasserstände
und –tiefen und beseitigt Treibgut bzw. halten Fahrrinnen frei. Der Berufsschulunterricht und überbetriebliche Unterricht finden Blockweise im Berufsbildungszentrum Koblenz statt (BBiZ Koblenz). Der theoretische Teil ist
in Lernfeldern aufgegliedert:

Lernfeld 1: Transportieren von Gütern auf Wasserstraßen
Lernfeld 2: Messen und Interpretieren von Wasserständen und Abflüssen
Lernfeld 3: Einrichten einer Wasserbaustelle
Lernfeld 4: Bauen eines Dammes
Lernfeld 5: Betonieren
Lernfeld 6: Herstellen einer Sicherung am Schrägufer
Lernfeld 7: Sanieren einer Ufermauer
Lernfeld 8: Betreiben von Küstenschutz
Lernfeld 9: Pflegen und Entwickeln eines naturnahen Fließgewässers
Lernfeld 10: Instandhalten eines Bauwerks mit Stahlwasserbauteilen
Lernfeld 11: Unterhalten einer natürlichen Wasserstraße
Lernfeld 12: Ausbauen eines Kanals
Lernfeld 13: Bauen eines Seedeiches

Beim überbetrieblichen Unterricht bekommt man den praktischen Teil gelehrt. Man erlernt den Bau einer Schalung und Bewehrung für ein Betonbauteil, Bau einer Treppe aus Betonblocksteinen mit Podest, Bau eines Betriebsweges, herstellen einer Senkfaschine mit Bank, Bau einer Strombuhne, Bau einer Gabionenwand, mauern im Blockverband, Sportbootführerschein Binnen, Motorsägen Schein Baum 1 und man erlernt das Rettungsschwimmerabzeichen Bronze.
Neben dem Berufsschulunterricht, überbetrieblichen Unterricht und der eigenen Arbeit im Betrieb selber, nimmt man noch an Projekten teil wie z.b. die Trockenlegung einer Schleusenkammer. Man besucht das Schulschiff in Duisburg und man ist für 2 Wochen oben an der Küste und betreibt dort den Insel und Küstenschutz.

So sah meine Ausbildung aus und ich hoffe, ich konnte euch einen ausreichenden Eindruck über die vielfältigen Arbeiten beim Niersverband verschaffen und Interessierte dazu bewegen, sich in der Branche umzusehen.

Wenn ihr mit mir in Kontakt treten wollt, dann könnt ihr das gerne tun.

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