Milchwirtschaftliche Laboranten – was machen die eigentlich?

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de
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Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen führen chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen von Milch und Milchprodukten in allen Herstellungsstadien durch. Daneben kontrollieren sie das für die Produktion benötigte Wasser, die Zusatzstoffe sowie die eingesetzten Verpackungsmittel und das Abwasser.

 

Zur Vorbereitung der Untersuchung bestimmen sie die erforderlichen Labormaterialien und ‑geräte, kontrollieren die Funktionsfähigkeit der Geräte und bestellen bei Bedarf Material. Mithilfe der Analysegeräte und ‑materialien bearbeiten sie die Proben so, dass Inhaltsstoffe identifiziert und mengenmäßig erfasst werden können. Sie speichern die Prüfergebnisse in Labordateninformationsmanagementsystemen und vergleichen sie mit vorgegebenen Prüfkriterien, mit früheren Untersuchungsergebnissen sowie mit Untersuchungen anderer Produkte. Anhand ihrer Auswertungen kann dann die abschließende Beurteilung der Qualität der Milchprodukte vorgenommen werden. Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen arbeiten hauptsächlich in Betrieben der Milchverarbeitung, z.B. in Molkereien und Käsereien, in Instituten, die Milcherzeugnisse nach den Vorschriften der Lebensmittelgesetze überprüfen, sowie in milchwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalten und in anderen Betrieben der Nahrungs- und Genussmittelherstellung. Sie halten sich überwiegend in Laborräumen auf, zur Probenentnahme auch in Produktionshallen und Lager- bzw. Kühlräumen. Die Versuchsauswertung erfolgt im Büro am Computer. Da in diesem Beruf durch chemische und mikrobiologische Untersuchungen die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln überprüft wird, ist Verantwortungsbewusstsein erforderlich. Auch Sorgfalt ist wichtig, da chemische und physikalische Analysen der Milchprodukte Exaktheit erfordern. Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik sind unabdingbar, da man z.B. mit chemischen und physikalischen Untersuchungsmethoden die lebensmittelchemische Zusammensetzung von Milchprodukten sowie deren Eiweiß, Wasser- und Fettgehalt kontrolliert. Für die Berechnung von Volumen- und Mischungsverhältnissen ist Wissen in Mathematik nötig.

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