Operationstechnische(r) Assistent/in (OTA)

operation-540593_640
Foto: pixabay.com

Hauptursache für die Entstehung des Berufsbildes OTA in Deutschland war und ist der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal im Operationsbereich. Ärzte und OP-Personal entwickelten gemeinsam ein erstes Konzept für eine OTA-Ausbildung in Deutschland nach den Vorbildern der Nachbarländer Schweiz und Holland (dort gibt es die „OA’s“ schon seit 20 Jahren, und sie besetzen zu 80% den Operationsdienst). Hinter dem Kürzel OTA verbirgt sich ein neuer Bildungsweg im Gesundheitswesen. Der in Deutschland geschaffene Ausbildungsgang OTA (Operationstechnische Assistentin/ Operationstechnischer Assistent) ist eine gradlinige Qualifizierungsmöglichkeit für die Tätigkeit im Operationsbereich mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren. Im Gegensatz zum herkömmlichen Qualifizierungsweg über eine Grundausbildung in der Krankenpflege, wird bei der OTA-Ausbildung auf die Krankenpflegeausbildung verzichtet, da nachweislich nur 10% des in der Krankenpflege Erlernten im Operationsbereich umgesetzt werden kann. Mehr Wert wird auf die Bereiche allgemeine und spezielle Chirurgie sowie Anatomie und Physiologie gelegt, jedoch wird auch eine gezielte Grundlage in der Krankenpflege geschaffen. Die OTA’s werden im Laufe ihrer Ausbildung neben den unterschiedlichen Operationsbereichen auch in der Zentralsterilisation, der Endoskopie, dem Notfallbereich sowie auf einer chirurgischen Station eingesetzt. Um mit der Ausbildung beginnen zu können benötigt man einen Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Ebenfalls muss das 16. Lebensjahr vom Bewerber erreicht sein. Man sollte körperlich fit sein und an keiner Krankheit leiden, die die Arbeit einschränken könnte. Denn den Großteil seiner Arbeit verrichtet man als OTA im Stehen. Man sollte sich für den medizinischen Sektor interessieren, Stresssituationen gut aushalten können und man sich außerdem sicher sein, dass man die ungewohnten Bedingungen im Operationssaal gut meistern kann.

Mehr erfahren!

Zum Video-Berufsbild

Leave a reply