Maschinen- und Anlagenführer – was machen die eigentlich?

Q.pictures / pixelio.de
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Von der Metall- bis zur Druckindustrie: Maschinen- und Anlagenführer gibt es in fast jeder Fabrik. Die Fachkräfte steuern die Anlagen in der Produktion. Früher war der Job harte körperliche Arbeit. Heute sind viele Prozesse automatisiert. Im Bereich Maschinen- und Anlagenführer gibt es derzeit einen Fachkräftebedarf, sagt Sven-Uwe Räß vom Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie. Die Fachkräfte sind überall in der Produktion im Einsatz, wo Anlagen bedient werden müssen. Wer sich für die zweijährige Ausbildung entscheidet, sollte etwas handwerkliches Geschick mitbringen. Doch auch die Fähigkeit, über den eigenen Arbeitsplatz hinaus denken zu können und den gesamten Produktionsprozess im Auge zu haben, ist wichtig. Obwohl formal für die Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben ist, sollten die Bewerber zumindest einen guten Hauptschulabschluss mitbringen. Auch fundierte Mathematik-Kenntnisse sind wichtig, wenn in der Berufsschule gerechnet wird. Neben theoretischen Kenntnissen erwerben die Auszubildenden in der Berufsschule Kompetenzen zu verschiedenen Fertigungsverfahren wie Bohren, Drehen und Fräsen. Nach dem Abschluss können sich die jungen Fachkräfte außerdem weiterqualifizieren. Es ist möglich, sich die beiden Lehrjahre auf die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Industriemechaniker anrechnen zu lassen. Dasselbe gilt auch für die Ausbildungen zum Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker, allerdings sind diese vom Anforderungsniveau her noch einmal um einiges höher. Wer sich für die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer entscheidet, verdient nach Angaben der Agentur für Arbeit im ersten Ausbildungsjahr zwischen 770 und 827 Euro und im zweiten zwischen 825 und 875 Euro. Die Einstiegsgehälter in der Metall- und Elektrobranche liegen zwischen 2300 und 2500 Euro – wenn nach Tarif bezahlt wird.

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