Manufakturporzellanmaler/innen – was machen die eigentlich?

Eine Ausbildung zum/zur Manufakturporzellanmaler/in absolvieren nicht viele junge Menschen. Einer Statistik des DIHK zufolge gab es im Jahr 2017 insgesamt 52 Ausbildungsverträge in diesem Bereich. Dies mag aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass dieser Ausbildungsberuf weitestgehend unbekannt ist.

Manufakturporzellanmaler/innen bemalen Porzellan und Keramikartikel. Sie dekorieren Schalen, Vasen, Teller oder Schmuck nach genauen Vorgaben wie Fotos und nach selbst angefertigten Skizzen. Sie mischen die Farben an und tragen mit Graphitstiften die Motive auf dem Porzellan auf. Kunstvoll zeichnen sie mit sehr feinen Pinseln freihändig Ornamente oder Blumen auf das Porzellan und können dabei Farbtöne frei variieren.

Manufakturporzellanmaler/innen wenden verschiedene Techniken wie Lasieren oder Rändern an und tragen Edelmetalle auf. Damit die Farbe richtig hält, wird sie abschließend eingebrannt. Mit speziellen Pasten polieren Manufakturporzellanmaler die aufgeschmolzenen Metalle, dass es richtig glänzt.

Sie arbeiten in den Werkstätten oder Werkhallen von Porzellanmanufakturen. Sie kommen auch in Töpfereien, keramischen Werkstätten sowie bei Herstellern von Schmuck, Fliesen oder Spielzeug zum Einsatz.

Wenn Du Dich für eine Ausbildung zum/zur Manufakturporzellanmaler/in interessierst, solltest Du folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit
  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination
  • Kreativität und Sinn für Ästhetik

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung für diesen Ausbildungsberuf vorgesehen. Viele der Auszubildenden haben die mittlere Reife, einige haben Abitur. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und findet sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb statt.

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