Abi & jetzt?!: Und das sagen unsere Promis dazu

Die Frage, was man nach dem Abitur vorhat, nervt nicht nur die Abschlussklassen. Mit der Antwort „Irgendetwas mit …“ zählen einige Schüler schon zu den Entschlossenen. Wie haben Sie die Zeit erlebt als Sie Ihr Abi gemacht haben?

Abi & jetzt?!: Und das sagen unsere Promis dazu Abi & jetzt!? Für Lernende

Nazan Eckes 

Das war eine sehr aufregende Zeit. Ich hatte damals das Gefühl, dass das Leben jetzt erst richtig beginnt. Ich hatte keine große Angst vor der Zukunft. Vielmehr dachte ich ‘Mensch, jetzt ist noch alles möglich. Bloß keine Fehler machen’. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass ich schon sehr früh wusste, welche Branche mich wirklich interessiert. Die Medien.

 

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Claudia Kleinert

Ich wusste da schon ziemlich genau, was ich machen wollte. Irgendwas mit „Wirtschaft“. Da man sich auf Ausbildungsplätze ja auch früh bewerben musste war schon in der 12. Klasse klar: Ich möchte erstmal eine Bankausbildung machen und dann weiter sehen. Bei diversen Berufsberatungen hatte ich mich vorher erkundigt, was mir so alles Spaß machen könnte. Ziel war, nach der Ausbildung in der Bank erst einmal in einer Werbeagentur ein paar Erfahrungen zu sammeln oder im PR-Bereich eines großen Unternehmens die ersten beruflichen Schritte zu tun.

 

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Hannes Jaenicke

Ich hatte keine Ahnung. In der Tat bin ich nach Jobs in einem Regensburger Schallplatten-Laden und Restaurant eher unfallartig auf der Schauspielschule in Wien gelandet.

 

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Janne Friederike Meyer

Zum Ende meiner Schulzeit habe ich oft gefehlt, weil ich auf Turnieren unterwegs war. Ich hatte einige tolle Lehrer, die mein Fehlen mit der Bedingung Alles nachzuholen toleriert haben. Mein Lieblingsfach war Philosophie. Das war auch das Fach, in dem ich nach meiner mittelmäßigen schriftlichen Prüfung noch einige Punkte im Mündlichen aufholen konnte und musste.

 

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Dr. Gregor Gysi

In der DDR war es eine Zeit lang üblich, neben dem Besuch der Erweiterten Oberschule auch eine Berufsausbildung zu absolvieren. Das sollte der besseren Verankerung der Oberschülerinnen und Oberschüler in der Arbeiterklasse dienen. So schloss ich eine Ausbildung als Facharbeiter für Rinderzucht ab. Da ich hinsichtlich eines Studiums völlig unschlüssig war, immatrikulierte ich mich im Fachbereich Ökonomische Datenverarbeitung an der Berliner Hochschule für Ökonomie, obwohl mich das Fach eigentlich nicht sehr interessierte. So bewarb ich mich um ein Diplomatenstudium in Moskau, was meinen Interessen schon eher entsprach. Aber ein diesbezügliches Studium scheiterte daran, dass mir die Bedingungen extrem erschienen. Schließlich riet mir die Frau eines bekannten Rechtsanwalts in der DDR, ich solle doch Jura studieren. Das wäre ein Studium für Doofe, und dafür müsse man die Gesetze nicht auswendig lernen, sondern nur wissen, wo etwas geregelt sei. Das klang für mich gut. Und so wurde ich Rechtsanwalt und gehörte eher zu denen, die nicht so recht wussten, welchen Weg sie nach dem Schulabschluss wählen sollten.

 

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Professor Dr. Gerald Lembke 

Nein, überhaupt nicht. Ich musste kein Unternehmen meiner Familie leiten oder ein Erbe verwalten. Auch Einflüsse aus meiner Familie waren faktisch nicht vorhanden. Daher war ich zunächst frei in meiner Entscheidung. Doch dann wollte ich Musik studieren oder Tontechniker werden. Eltern und Freunde redeten auf mich ein, dass dies eine brotlose Kunst sei. Da kann man keine Karriere machen, auch mit Talent nicht. Obwohl mir beim Musizieren das Herz aufging, entschied ich mich gegen mein Herz und für eine grundsolide kaufmännische Ausbildung. Diese dreijährige Ausbildung sollte dann tatsächlich mein berufliches Leben in meinen Grundfesten beeinflussen. Musik machte ich erst 20 Jahre später wieder – als Hobby.

 

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Karoline Herfurth

Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu arbeiten und habe nach dem Abitur einfach weiter gemacht. Ich musste eigentlich direkt nach den mündlichen Prüfungen nach München für die Dreharbeiten zu „Mädchen Mädchen 2“ und habe sogar meine Zeugnisvergabe verpasst. Im Oktober habe ich dann direkt die Aufnahmeprüfung für die Schauspielschule gemacht. Ich hatte also gar nicht diese Phase die so frei und gleichzeitig so beängstigend ist. Ich finde es gibt in dieser Zeit viele Möglichkeiten: Luft holen, einfach anfangen und gucken wohin es einen treibt, sich intensiv mit sich selbst auseinandersetzen. Vor allem finde ich, dass man Vertrauen in das Leben haben sollte, immer wissend, dass das Richtige schon kommt. Und dass man nicht vergessen darf, dass es keine einfache Aufgabe ist, einen Weg für den Rest seines Lebens einzuschlagen.

 

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Junior-Prof. Dr. Kalman Graffi 

Hier gibt es leider keine Überraschungen. In Mathematik war ich immer gut, sie ist schließlich immer fair, ist nicht groß subjektiv interpretierbar (wie z.B. Gedichte) sondern stets vorhersehbar, wenn man die Regeln beherrscht. Ich hatte das Glück, auf eine Schule (Mittelstufe und dann Oberstufe) gegangen zu sein, an der Informatik ab der neunten Klasse und in der Oberstufe als Leistungskurs angeboten wurde. So zog ich diese Kombination bis zum Studium durch. Hierzu möchte ich betonen, dass “Killerspiele” einen manchmal auch zum Professortitel führen. Man sollte sich nur dafür auch interessieren, wie man sie erstellt.

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